150 Konzerte auf zehn Bühnen entlang der Maritimen Meile warten auf die Besucher Weltoffen, maritim und familiär

Vegesack. Das größte maritime Festival Deutschlands wirft seine Schatten voraus. Nur noch ein paar Tage und Vegesack wird wieder Anziehungspunkt für Tausende von Besuchern. Die Organisatoren rechnen mit rund 60000 Menschen, denn schon jetzt haben internationale Stars der Seamusic ihr Kommen angekündigt, sollen mehr als 150 Konzerte auf zehn Bühnen für entsprechende Stimmung sorgen.
01.08.2011, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Von IRIS MESSERSCHMIDT

Vegesack. Das größte maritime Festival Deutschlands wirft seine Schatten voraus. Nur noch ein paar Tage und Vegesack wird wieder Anziehungspunkt für Tausende von Besuchern. Die Organisatoren rechnen mit rund 60000 Menschen, denn schon jetzt haben internationale Stars der Seamusic ihr Kommen angekündigt, sollen mehr als 150 Konzerte auf zehn Bühnen für entsprechende Stimmung sorgen.

"Es ist einfach unglaublich, mit welcher Freundlichkeit wildfremde Menschen sich hier begegnen. Die Stimmung ist grandios, der Service und die Unterbringung im Hotel gelungen und die Organisation perfekt." Monique van der Oost aus Amsterdam ist ein wahrer Fan des Vegesacker Festival Maritim. Mehrer Jahre hintereinander begleitete die 43-jährige ihren im Shanty-Chor singenden Vater und schon in den vergangenen Jahren gestand sie, "ich komme auch gerne als Privatperson hierher. Die Atmosphäre auf dem Festival Maritim ist nämlich mit nichts vergleichbar."

Damit steht Monique van der Oost stellvertretend für Hunderte von Besuchern. Ihr Sprachwechsel von holländisch, englisch und ein paar Brocken deutsch wird auch am Festival-Wochenende kennzeichnend für die Besucherschar sein. Denn: Nicht nur die internationalen Gruppen und Chöre aus Deutschland, Polen, Frankreich, Großbritannien, Spanien und den Niederlanden treffen hier aufgrund einer gemeinsamen Leidenschaft zusammen. Allesamt ziehen sie auch einen entsprechenden Besucherstrom aus den europäischen Nachbarländern nach sich. Das freut nicht nur die Tourismus- und Gastronomiebranche, damit präsentiert sich auch Vegesack in einem besonderen Flair und eine alte Weisheit wird bestätigt: "Musik überwindet alle Sprachbarrieren." Kaum verwunderlich, dass das Festival Maritim mittlerweile zu den wichtigsten Veranstaltungen dieser Art weltweit zählt.

Das besondere Flair und die Seefahrerromantik soll auch während des 13. Festivals Maritim entlang der Weserpromenade wieder ihre Würdigung durch die Musik erhalten. "Unter den Formationen sind bekannte Gesichter, wir haben aber auch einige sehr vielversprechende neue Bands verpflichtet", verspricht Fritz Rapp vom Organisationsteam des Vegesack Marketing. Da sind beispielsweise die sechs Musiker von der Gruppe "Irish Stew". Cello, Guitar, Mandoline oder die traditionelle Trommel Bodrán sind die instrumentalen Zutaten für eingängige, fetzige Folk-Rock-Songs oder stimmungsvolle Balladen.

Benefizkonzert in Stadtkirche

Mit "Dealan" ist ebenfalls ein Neuzugang präsent, der zu den vielversprechendsten Folkgruppen Spaniens gehört. Auch hierbei präsentieren sich sechs Musiker, die Elemente aus einem breiten Spektrum unterschiedlicher musikalischer Kulturen zu einem Sound mixen, der in mediterrane und europäische Musiktraditionen eintaucht und mit einem frischen, modernen Beat kombiniert wird.

Erstmalig wird am Eröffnungsabend, Freitag, 5. August, ein Benefizkonzert in der Stadtkirche Vegesack das Festival Maritim begleiten. Ab 20 Uhr treten "Hart Backbord" (Deutschland), "Indygo" (Polen), "Trim Rig and a Doxy" (England) sowie "Pollyanna" (Frankreich) zugunsten der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffsbrüchiger (DGzRS) auf und bringen so maritimes Flair ins Gotteshaus. Der Eintritt ist zwar frei, doch um Spenden für die DGzRS wird gebeten.

Für Stimmung auf den zehn Bühnen - vom Schaufenster Bootsbau bis zur Schulschiff Deutschland - sorgen aber auch Formationen, die bereits mehrfach musikalische Gäste des Festivals waren. Da sind beispielsweise "Armstrong's Patent" aus den Niederlanden, "Brasy" aus Polen oder die "Kaapstander" aus den Niederlanden und der "Beckedorfer Schifferknoten" und viele, viele mehr, die schon längst zur Festival-Tradition gehören.

Neben der Musik darf im 13. Jahr eines nicht fehlen: das Rahmenprogramm. Dazu gehören Ausstellungen bekannter bildender Künstler, zünftiges Kutterpullen an der Signalstation, Wasser- und Lichtinstallationen am Hafen sowie ein Höhenfeuerwerk zum Abschluss des Festivals. Darüber hinaus öffnet das Schaufenster Bootsbau seine Türen für Führungen, Kinder dürfen sich als Bootsbauer versuchen und es gibt einen Spiel- und Spaßaktionsbereich für die ganze Familie am Vegesacker Museumshaven. Last but noch least: Wo das Festival Maritim ist, darf auch Captain Säbelzahn nicht fehlen - das Vegesacker Original wird die Besucher auch in diesem Jahr mit einer Piratenshow unterhalten.

Weitere Informationen und Programm: www.festival-maritim.de.

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