Weniger Wellen durch Leitbleche

Peterswerder. Wer forschen und experimentieren will, der braucht eine gute Idee. Die kam Lucas Rupprecht am Weserstrand. Eines schönen Sommertages saß Lucas am Café Sand. Der Schüler beobachtete die Binnenschiffe. Als die Wellen ans Ufer schlugen und die spielenden Kleinkinder erschreckten, wurde Lucas aufmerksam. Auch hatte er festgestellt, dass die Wellen immer den Ufersand wegspülen. Mit der Folge, dass riesige Bagger den Sand wieder an Land aufschütten müssen, damit die Weser befahrbar bleibt.
03.03.2010, 15:30
Lesedauer: 2 Min
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Von Niels Kanning

Peterswerder. Wer forschen und experimentieren will, der braucht eine gute Idee. Die kam Lucas Rupprecht am Weserstrand. Eines schönen Sommertages saß Lucas am Café Sand. Der Schüler beobachtete die Binnenschiffe. Als die Wellen ans Ufer schlugen und die spielenden Kleinkinder erschreckten, wurde Lucas aufmerksam. Auch hatte er festgestellt, dass die Wellen immer den Ufersand wegspülen. Mit der Folge, dass riesige Bagger den Sand wieder an Land aufschütten müssen, damit die Weser befahrbar bleibt.

Geboren war die Idee für das Projekt 'Wellenverringerung bei Schiffen'. In seinen Klassenkameraden Til Raffel und Nick Glockow fand Lucas zwei interessierte Mitstreiter, die mit ihm die 5d des Gymnasiums an der Hamburger Straße besuchen. Das fleißige Forschertrio belegte mit dem Projekt den ersten Platz in der Wettbewerbssparte 'Schüler experimentieren', die von der Stiftung 'Jugend forscht' für jüngere Schüler bis 14 Jahre ausgelobt wird. Als Preis gab es 75 Euro, die brüderlich geteilt wurden.

NW-Klasse des Gymnasiums

Mit ihrem Sieg im Regionalwettbewerb haben sich die drei Gymnasiasten für den Landeswettbewerb in der kommenden Woche qualifiziert. Jetzt hoffen Lucas, Til und Nick wieder auf eine vordere Platzierung in der Sparte Technik. Die drei Schüler besuchen die sogenannte NW-Klasse an der Hamburger Straße. NW steht für Naturwissenschaften. Die Schülerinnen und Schüler der 5d erhalten gegenüber den anderen Fünftklässlern zwei Wochenstunden zusätzlich naturwissenschaftlichen Unterricht. Das Pilotprojekt am Gymnasium an der Hamburger Straße sei mit Beginn dieses Schuljahres gestartet worden, berichtet Lehrer Axel Herzig. Die zwei zusätzlichen NW-Stunden gibt es für diese Schülerinnen und Schüler dann auch in Klasse sechs und sieben, danach geht es für alle Gymnasiasten wie bisher mit den klassischen Fächern Chemie, Physik und Biologie weiter. Zurück zu Lucas, Til und Nick. Wie schafft man es denn, dass die Binnenschiffe weniger Wellen produzieren? Leitbleche sind die

Lösung. Anhand von Zeichnungen und Schiffsmodellen können die drei Forscher genau erklären, warum Leitbleche, die am Schiffsbug montiert sind, dafür sorgen, dass weniger hohe Wellen auf das Ufer treffen. Mit den Leitblechen würden die Wellen sozusagen an den Schiffsrumpf zurückgeworfen und damit gebunden. Bei der Konstruktion hat der Vater von Lucas, ein Ingenieur, die drei Jungs beraten. Und das Forschertrio, das selbstständig im Computerraum der Schule recherchiert hat, ist natürlich von Lehrer Axel Herzig unterstützt worden. Wer glaubt, die drei Jungforscher würden einen naturwissenschaftlichen Beruf anstreben, ist auf dem Holzweg. Lucas will später Uhrmacher oder Antiquitätenhändler werden, Til möchte eine Laufbahn als Geologe einschlagen und Nick träumt von einer Karriere als Sternekoch. Und wenn das nicht klappt, bleibt er natürlich, was er jetzt schon ist: Hobbykoch.

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