Medizinverbrechen in Film und Schau Wenn Ärzte zu Mördern werden

Altstadt. Die Ausstellung „Entwertet. Ausgegrenzt.
26.06.2014, 00:00
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Von Kornelia Hattermann

Die Ausstellung „Entwertet. Ausgegrenzt. Getötet. Medizinverbrechen an Bremer Kindern und Jugendlichen“ ist noch bis Donnerstag, 10. Juli, in der Bremischen Bürgerschaft zu sehen. Darin geht die auf dem Gelände am Klinikum Ost angesiedelte Kulturambulanz dem Schicksal von Bremer Kindern und Jugendlichen nach, die von den Nationalsozialisten als lebensunwert eingestuft und in Pflege- und Erziehungsanstalten getötet wurden.

In der aktualisierten und erweiterten Ausstellung wird außerdem die Zwangssterilisation von Kindern und Jugendlichen thematisiert, die die Nationalsozialisten bereits an Zwölfjährigen vornahmen. Warum haben Ärzte dabei mitgemacht? Und vor allem: Welche Auswirkungen haben diese menschenverachtenden Taten bis heute für die betroffenen Familien und beteiligten Institutionen? Diesen Fragen geht das Begleitprogramm zur Ausstellung nach. Am morgigen Freitag, 27. Juni, und am 2., 4. und 9. Juli, von 11 bis 15 Uhr, wird die Ausstellung von Angehörigen betreut.

Außerdem wird im Kino City 46, Birkenstraße 1, der Dokumentarfilm „Wenn Ärzte töten – Über Wahn und Ethik in der Medizin“ gezeigt. Hannes Rausch und Wolfgang Richter haben mit Robert Jay Lifton, der als Wegbereiter der Psychohistorie gilt, darüber gesprochen, wie „normale“ Ärzte von Heilern zu Mördern werden. Zu sehen ist der Film heute, 26. Juni, am Montag, 30. Juni, und am Mittwoch, 2. Juli, um 20 Uhr. Der Eintritt kostet sieben, ermäßigt fünf Euro.

Die Ausstellung „Entwertet. Ausgegrenzt. Getötet.“ ist bis 10. Juli montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr in der Bremischen Bürgerschaft zu sehen. Am morgigen Freitag, 27. Juni, und am 2., 4. und 9. Juli, von 11 bis 15 Uhr wird die Ausstellung von Angehörigen betreut. Das Buch „Medizinverbrechen an Bremer Kindern und Jugendlichen in der Zeit des Nationalsozialismus“ von Kulturwissenschaftlerin Gerda Engelbracht ist im Mabuse-Verlag erschienen und kostet 16,90 Euro. Mehr auf www.kulturambulanz.de.

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