Odessa State Philharmony und Solisten aus der Ukraine konzertieren mit dem Rathschor in der Glocke Wenn der Töne Zauber walten

Altstadt·Steffensweg. Vor dem Auftritt ist nach dem Auftritt: Am Sonnabend, 16. April, gibt der Bremer Rathschor unter Leitung von Jan Hübner ein Konzert im großen Konzertsaal von Odessa, zwei Wochen später, am Sonnabend, 30.
14.04.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Christiane Tietjen

Vor dem Auftritt ist nach dem Auftritt: Am Sonnabend, 16. April, gibt der Bremer Rathschor unter Leitung von Jan Hübner ein Konzert im großen Konzertsaal von Odessa, zwei Wochen später, am Sonnabend, 30. April, wird das selbe Programm in Bremen angeboten.

Neben dem kammermusikalischen Orchester sind namhafte Solisten aus der Ukraine an dem Konzert beteiligt. Gespielt werden zwei Partien aus dem relativ unbekannten, weltlichen Oratorium „Die Jahreszeiten“ von Joseph Haydn, gefolgt von der „Fantasie für Klavier, Chor und Orchester“ von Ludwig van Beethoven. „Ich habe den Frühling und den Sommer aus dem dreistündigen Werk von Haydn ausgewählt“, sagt Jan Hübner, der gerade die in St. Wilhadi stattfindende Probe des großen Rathschores leitet. „Es wäre sonst zu lang geworden, außerdem passt es thematisch gut. Sehr bildhaft beschreiben die Instrumente das Herannahen des Frühlings, die lebensspendende Wärme des Sommers, das Gewitter mit seiner Dramatik, das am Ende in eine sanfte Nacht übergeht.“ Der Chor stellt in dem Oratorium das Landvolk dar, die drei Gesangssolisten das ländliche Stimmungsbild. Es singen: Natalya Pavlenko (Sopran), Anatoliy Duda (Tenor) und Vasily Dobrovolskiy (Bass).

In der „Fantasie für Klavier, Chor und Orchester“ von Beethoven spielt der Flügel eine große Rolle. Hier wird der international anerkannte Pianist Alexey Botvinov zu hören sein. „Ich bin von der hohen Musikalität der Menschen beeindruckt, denen ich in Odessa begegnet bin“, sagt Jan Hübner, „außerdem gehören die Musik und das Singen dort ganz selbstverständlich zum Leben dazu, das hat mir sehr gefallen.“ Die Chorpartien des klassisch-romantischen Beethoven-Werks ähneln seiner 9. Sinfonie mit der Vertonung des Schiller-Gedichts „Freude, schöner Götterfunken“, sind aber textlich und musikalisch etwas anders gesetzt. Da heißt es beispielsweise „Wenn der der Töne Zauber walten, muss sich Herrliches entfalten, Nacht und Stürme werden licht“ und verheißen am Ende gar „Wenn sich Lieb‘ und Kraft vermählen, lohnt dem Menschen Göttergunst.“ Die Chorfantasie ergänzen die Bremer Gesangssolisten Sophia Bockholdt (Mezzo), Despina Koustoulidi ( Alt) und Max Börner (Bass).

Konzert in der Glocke, Domsheide 6, Sonnabend, 30. April, 20 Uhr, Werkseinführung ab 19.15 Uhr. Karten gibt es zu 35, 30, 25, 15 Euro, ermäßigt zu 25, 20, 15, 10, 8 Euro beim WESER-KURIER, Pressehaus, www.weser-kurier.de/ticket, Nordwest-Ticket, Telefon 36 36 36, in der Glocke, Telefon 33 66 99, an der Abendkasse ab 19 Uhr, Ermäßigungsberechtigte ab 19.30 Uhr.

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