Jugend forscht Wenn Schüler an einer Massagejacke tüfteln

Drei Tage lang können Nachwuchsforscher ihre Projekte beim Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ im Universum präsentieren. Die Sieger qualifizieren sich für den Bremer Landeswettbewerb.
05.03.2019, 15:47
Lesedauer: 2 Min
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Wenn Schüler an einer Massagejacke tüfteln
Von Detlev Scheil

Das Universum in der Wiener Straße ist bereits zum elften Mal der Austragungsort für den Regionalwettbewerb Bremen-Mitte von „Jugend forscht“. Die Zahl der Projektanmeldungen ist mit 148 Einreichungen um gut zwölf Prozent höher als im Vorjahr. Deshalb wurden die bisher üblichen zwei Tage, an denen die jungen Forschenden ihre Arbeiten der Jury und der Öffentlichkeit präsentieren, auf drei Tage ausgedehnt.

Die Projekte unter dem Motto „Frag nicht mich. Frag Dich!“ werden von Dienstag bis Donnerstag, 5., 6. und 7. März, an selbst gestalteten Ständen im Universum-Erdgeschoss vorgestellt. Dabei reichen die Themen von Hundekeks-Rezepten und Bambus-Zahnbürsten über selbst gebaute Roboterarme und Massagejacken bis hin zu vibrierenden Signalarmbändern für Gehörlose oder elektrische Skateboards mit Akkuschrauberantrieb.

Die Jungforscher haben ihre Projekte in 18 Schulen und zum Teil mit Unterstützung der Universität Bremen, dem Fraunhofer Ifam Bremen und dem VDINI-Club erarbeitet. Nach einer Befragung durch die Jury stellen sie ihre Arbeiten an allen drei Tagen jeweils von 13.30 Uhr bis 15 Uhr der Öffentlichkeit vor. Der Eintritt ist frei.

Mehr Zuspruch als im Vorjahr

Wie jedes Jahr seit der Wettbewerbspremiere im Jahr 1965 konnten auch diesmal Schüler, Auszubildende und Studierende bis zu einem Alter von 21 Jahren ihre Forschungsprojekte in sieben Fachgebieten einreichen. Aus der Region Bremen-Mitte sind diesmal 282 Teilnehmer, 34 junge Menschen mehr als im vergangenen Jahr, einzeln oder in Teams dabei. Sie präsentieren insgesamt 148 Wettbewerbsbeiträge, 16 Beiträge mehr als im Vorjahr. Am Dienstag werden Ideen zum Thema Technik und Physik gezeigt, am Mittwoch stehen weitere Physikprojekte sowie Chemie und Geo- und Raumwissenschaften auf dem Programm, und am Donnerstag geht es um die Fachgebiete Biologie, Arbeitswelt sowie Mathematik/Informatik.

Der Regionalwettbewerb Bremen-Mitte ist ein dem Landeswettbewerb vorausgehender Vorentscheid und wurde 2009 eingeführt. Er ist von Beginn an im Universum beheimatet und zählt seitdem jedes Jahr zu den fünf teilnehmerstärksten Regionalwettbewerben in ganz Deutschland.

„Wir freuen uns sehr, dass wir als wichtiger außerschulischer Lernort in Bremen den Wettbewerb mitprägen und weiterentwickeln dürfen“, sagt Bernd Becker, der Patenbeauftragte des außerschulischen Lernorts Universum für den Regionalwettbewerb Bremen-Mitte. „Durch den Aufbau eines Unterstützernetzwerks stellen mittlerweile fast alle wichtigen Bremer Forschungseinrichtungen engagierte Betreuer für die Jungforscher bereit, zudem ist unsere Leiterin des Bildungsteams jedes Jahr mit viel Herzblut als Jurymitglied vertreten“, berichtet Becker.

Keine Langeweile

Auch der seit 2015 amtierende Wettbewerbsleiter Stephan Leupold ist von den Vorteilen der Kooperation überzeugt: „Für die Teilnehmenden des Wettbewerbs ist dieser Ort ideal – in den Pausen gibt es immer etwas auszuprobieren und zu gucken, Langeweile kommt hier garantiert nicht auf.“ Außerdem betont Leupold die Rolle zahlreicher engagierter Lehrer, Ehrenamtlicher sowie der Patenunternehmen und Unterstützer. „Ohne sie wäre ein solcher Wettbewerb nicht möglich“, betont Leupold.

Den Regionalwettbewerb Bremen-Mitte richten das Universum, die Unternehmensverbände im Lande Bremen und das Unternehmen Gestra AG aus Findorff als Paten aus. Die Siemens AG und die Sparkasse Bremen sind Unterstützer. Die Sieger werden am Montag, 11. März, bei einer öffentlichen Preisverleihung im großen Hörsaal („Keksdose“) der Universität Bremen gekürt und qualifizieren sich für den Landeswettbewerb. Dieser findet am Donnerstag und Freitag, 28. und 29. März, in der Bremen-Halle des Flughafens statt. Den Abschluss der diesjährigen Runde von „Jugend forscht“ bildet das Bundesfinale vom 16. bis 19. Mai in Chemnitz.

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