Heimspiel zum Bundesliga-Saisonstart

Verstärkt Kontrollen rund ums Weserstadion

Verstärkt werden die Einsatzkräfte rund um das Bundesliga-Heimspiel von Werder Bremen das Einhalten der Corona-Regeln kontrollieren. Gastwirte verzichten wegen kurzer Planungszeit auf Außerhausverkauf.
18.09.2020, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Verstärkt Kontrollen rund ums Weserstadion
Von Pascal Faltermann
Verstärkt Kontrollen rund ums Weserstadion

Polizei und Ordnungsdienst kontrollieren am Wochenende Fußballfans.

Karsten Klama

Ordnungsdienst und Polizei werden am Samstag rund um das Weserstadion verstärkt auf Verstöße gegen die Corona-Regeln achten. Das teilte das Bremer Innenressort am Donnerstag vor dem Fußball-Bundesliga-Spiel des SV Werder Bremen gegen Hertha BSC mit, zu dem bis zu 8500 Zuschauer zugelassen sind. Die Anzahl der Einsatzkräfte vor Ort sei vergleichbar mit den Geisterspielen, sagte Behördensprecherin Rose Gerdts-Schiffler. Der Schwerpunkt liege vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie auf dem Einhalten von Hygiene- und Abstandsregeln. Die Bremer Gastwirte, die in Nähe des Stadions Fußball-Kneipen betreiben, verzichten auf den Verkauf von Getränken über Theken außerhalb ihres Ladens.

„Wir werden an unseren Tischen im Außenbereich durch unseren Service bedienen“, sagt Kim Döhling vom „Taubenschlag“. Darauf habe er sich mit den Betreibern vom „Hopfen und Schmalz“, vom „Wirtshaus“ und von der „Union Brauerei“, die alle am Brommyplatz liegen, verständigt.

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In einem Schreiben der Innenbehörde ist den Gastronomen empfohlen worden, dass sie beim Verkauf an Außentheken den Ausschank und die Pfandrückgabe klar trennen. Zudem sollten sie Menschenansammlungen vor und in ihren Geschäften unterbinden, gegebenenfalls durch eine Beschränkung des Bierverkaufs. Aufsichtspersonal soll demnach auch auf die Einhaltung des Mindestabstands von 1,50 Metern achten. Generell ist den Gastwirten das erlaubt, wofür sie eine Genehmigung haben, heißt es aus der Bau- und der Innenbehörde.

„Das hätten wir etwas früher wissen müssen“, sagt Döhling. Diese Informationen habe er erst am Donnerstag erhalten. Seine Tresen im Außenbereich dürfe er betreiben, wenn er einen Toilettenwagen aufstelle. Doch der sei so kurzfristig nicht mehr zu bekommen gewesen, genauso wenig wie ausreichend Personal. Auch ein entsprechendes Konzept hätten die Wirte in der Kürze der Zeit nicht erarbeiten können. „Da wir uns unserer Verantwortung bewusst sind, verzichten wir auf den Außerhausverkauf“, so Döhling. Alle Wirte wünschen sich, dass es einen gelassenen und bewussten Umgang mit der Situation gibt, damit in den kommenden Wochen weiter ein Angebot möglich ist.

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„Es gelten in den Gastwirtschaften die Regelungen der aktuellen Corona-Verordnung“, sagt Innensenator Ulrich Mäurer (SPD). Er appelliere an jeden einzelnen Zuschauer wie auch an die Wirte, sich verantwortungsbewusst auf das Ereignis einzustellen. „Es ist ein Experiment und eine Herausforderung für alle Verantwortlichen.“ Nur wenn sich an die absolut notwendigen Regeln gehalten werde, könne man sich auf weitere Heimspiele mit Zuschauern freuen.

Apropos Corona-Regeln: Ab einem Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gelten generell mehr Beschränkungen. Eine Besonderheit gibt es für den Sport: Steigt die Sieben-Tage-Inzidenz über 35, dürfen keine Fans ins Stadion. Das ist zum Beispiel in München der Fall. Zum Saisonstart darf der FC Bayern München deshalb keine Zuschauer in der Allianz Arena begrüßen. Die Inzidenzzahl liegt dort höher. Dieser Wert bezieht sich laut Lukas Fuhrmann, Sprecher des Bremer Gesundheitsressorts, immer auf den Ort, an dem Stadion liegt. Fußballfans, die also aus einem Gebiet kommen, in dem die Sieben-Tage-Inzidenz höher ist, könnten trotzdem zum Spiel.

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