German Paralympic Media Award

WESER-KURIER-Redakteur ausgezeichnet

WESER-KURIER-Redakteur Marlo Mintel ist für sein Dossier „Die Kraft des Sports“ über Behindertensport mit dem German Paralympic Media Award ausgezeichnet worden.
20.03.2019, 11:45
Lesedauer: 2 Min
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Es gibt Momente, an denen sich auch Journalisten über Siege freuen dürfen. Der Mittwoch war einer dieser Tage, und so strahlte Marlo Mintel in Berlin, als er auf der Bühne der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung einen wichtigen Journalistenpreis in die Höhe reckte. Für sein Dossier "Die Kraft des Sports", das im vergangenen Jahr im WESER-KURIER erschienen war, bekam der 32-Jährige in der Kategorie "Artikel" den ersten Preis beim German Paralympic Media Award verliehen. Er teilt sich den ersten Platz mit Kathrin Kraft und Thomas Breves vom Jeverschen Wochenblatt. Außerdem war noch Sebastian Fischer von der Süddeutschen Zeitung nominiert.

In seinem Dossier beschäftigte sich Mintel mit der Frage, wie es für behinderte Menschen ist, sich am Sportlerleben zu beteiligen. Was treibt sie an? Was gibt ihnen der Sport? Der gebürtige Bremer, der in Lilienthal aufgewachsen ist und zwischen 2016 und 2018 beim WESER-KURIER volontierte, hat Sportler aus der Region mit ganz unterschiedlichen Handicaps begleitet und diese Fragen aufgearbeitet. Außerdem wagte der Autor einen Selbstversuch im Blindenfußball.

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"In vier einfühlsamen Einzelporträts werden leidenschaftliche Sportlerinnen und Sportler mit Handicap vorgestellt, es entsteht ein differenziertes Bild über den Behindertensport in der Region. Ein Bericht über den Selbstversuch des Autors als blinder Fußballer ergänzt das Ganze durch einen bereichernden Perspektivwechsel", heißt es zur Begründung der Jury. Das Dossier wurde als "Journalismus, der inhaltlich in die Tiefe geht und zugleich verschiedene Genres bedient" gelobt.

Die Laudatio hielt Arbeits- und Sozialminister Hubertus Heil, der Mintels Geschichten über behinderte Sportler als sehr "einfühlsam und faszinierend zu lesen" beschrieb. "Das gesamte Dossier bezeichne ich als großen Wurf, der sehr in die Tiefe geht und ein differenziertes Bild entwirft", sagte Heil. Er zolle zudem der Chefredaktion des WESER-KURIER Respekt, diesen Themen einen so großen Raum eingeräumt zu haben.

Für Mintel, der in seinem Dossier vier Sportler porträtierte und auch über einen Selbstversuch beim Blinden-Fußball schrieb, sind Heils Worte und der Preis Motivation, das Thema Behindertensport weiter voranzutreiben. "Ich bin total glücklich, diesen Preis gewonnen zu haben", sagte er. "Aber ich muss dabei unbedingt die Sportler erwähnen, die mir einen Einblick in ihr Leben und ihren Sport gewährt haben. Es ist unfassbar, was sie leisten. Und es ist wichtig, dass der Behindertensport auch auf Dauer die Anerkennung bekommt, die er verdient hat." (wk)

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