Bäderkonzept

Westbad wird angepasst

Das Bäderkonzept bleibt ein Streitpunkt. Der CDU-Abgeordnete Marco Lübke warf der Regierungskoalition „von Anfang an unzureichende Planungen“ vor.
28.08.2018, 20:31
Lesedauer: 1 Min
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Westbad wird angepasst
Von Nina Willborn

Ach, diese norddeutsche Aussprache. Manchmal bereichert sie auch Diskussionen in der Bürgerschaft. Zum Beispiel am Dienstag die zwischen Senat und Opposition zum Teil heftig geführte Debatte um das Bäderkonzept. „Herr Röwekamp, Sie meinen, der Bürgermeister taucht ab? Ich sage, der taucht was!“ Sport- und Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) verteidigte Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) und den Kurs der Regierungskoalition gegenüber der Kritik von Linken, CDU und FDP.

Die Linken hatten schon im Juli einen Antrag gestellt, in dem sie die Überarbeitung der Planung des Westbad-Neubaus und mehr Bürgerbeteiligung forderten. Die CDU hatte für das Thema eine aktuelle Stunde anberaumt. Rot-Grün schließlich legte kurz vor Beginn der ersten Sitzung nach der Sommerpause ihrerseits einen Dringlichkeitsantrag mit der Überschrift „Planung und Umsetzung des Bäderkonzepts vorantreiben“ vor, der Teile der Forderungen der Linken enthielt – und der nach gut anderthalbstündiger Diskussion mit den Stimmen von Rot-Grün auch verabschiedet wurde.

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Das Bäderkonzept bleibt aber ein Streitpunkt. Der CDU-Abgeordnete Marco Lübke warf der Regierungskoalition „von Anfang an unzureichende Planungen“ vor. Ohne dass es bislang auch nur einen Spatenstich gegeben habe, hätten sich die ursprünglich geplanten Kosten auf nun 39 Millionen Euro fast verdoppelt, der zeitliche Horizont sei völlig unklar. Lübke: „Die Situation für Schwimmer in Bremen verschlechtert sich.“ Ähnlich argumentierte Cindi Tuncel (Linke). Ebenso wie die CDU und Peter Zenner von der FDP monierte auch Tuncel einmal mehr den Abriss des Unibads.

„Es wäre sinnvoll, wenn das Unibad als reines Sportbad erhalten bliebe. Das ganze Bäderkonzept ist total vergurkt.“ Sascha Aulepp (SPD) und Anja Stahmann dagegen verwiesen auf die Chancen, die sich durch die zweite Ausschreibung des Westbades ergeben würden. Aulepp: „Wir nutzen die Chance, um alle Bedarfe zu berücksichtigen. Steigende Kinderzahlen in den Stadtteilen und sinkende Wasserflächen passen nicht zusammen. Wir werden die Ausschreibung anpassen und Gespräche führen.“

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