Abgelehnte Anträge Wettbüros in Bremen offenbar vorübergehend geschlossen

Der Streit um die Bremer Wettbüros hat nun auch sichtbare Konsequenzen: Nach Informationen des WESER-KURIER haben mittlerweile alle Wettbüros in Bremen ihren Betrieb eingestellt – vorübergehend und vorsorglich.
02.08.2022, 03:54
Lesedauer: 1 Min
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Wettbüros in Bremen offenbar vorübergehend geschlossen
Von Felix Wendler

In Bremen haben offenbar alle Wettbüros ihren Betrieb vorübergehend eingestellt. Das sagte Mathias Dahms, Präsident des Deutschen Sportwettenverbands (DSWV), dem WESER-KURIER am Montag. Eine Sprecherin der Bremer Innenbehörde erklärte am Montagnachmittag, dass man davon gehört habe, aber noch prüfen müsse, ob die Wettbüros tatsächlich geschlossen seien.

Mit der Schließung reagieren die Wettanbieter und ihre Geschäftspartner auf einen Vorstoß des Bremer Innensenators Ulrich Mäurer (SPD), dessen Behörde jüngst sogenannte Versagungsbescheide an alle Wettbüros in Bremen verschickt hatte. Im Genehmigungsverfahren hatte die Innenbehörde den Nachweis gefordert, woher das Geld zum Betreiben der Sportwettbüros stammt. Dieser Aufforderung sind die Veranstalter laut Innenbehörde nicht nachgekommen.

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Dahms betont, dass die Schließung kein Zugeständnis sei, sondern "vorübergehend und vorsorglich" erfolge. Die Wettanbieter wollten jegliches Risiko einer strafrechtlichen Verfolgung vermeiden. Es sei weiterhin geplant, rechtlich gegen die Versagungsbescheide vorzugehen. Wie berichtet, bestreitet der DSWV, dass die Wettanbieter nicht ausreichend mit der Innenbehörde kooperiert hätten. Man müsse davon ausgehen, dass es sich bei Mäurers Vorstoß um einen "rechtlich fragwürdigen und vollkommen unverhältnismäßigen Akt handelt, der allein der Erreichung politischer Ziele dient". 

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