Umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste

Sturmtief trifft Bremen und Niedersachsen

Sturmtief „Eugen“ hat in Bremen und Niedersachsen für kräftige Sturmböen gesorgt. In Bremen wurden Bäume entwurzelt und Äste aus den Kronen gebrochen. Auch in Bremerhaven hatte die Feuerwehr Einsätze.
04.05.2021, 09:51
Lesedauer: 2 Min
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Von Lennart Stock, Christian Butt und Michael Rabba
Sturmtief trifft Bremen und Niedersachsen

Sturmtief Eugen über Bremen: Starker Wind weht durch die Äste eines Kirschbaums.

Sina Schuldt / dpa

Sturmtief „Eugen“ hat in Bremen und Niedersachsen für kräftige Sturmböen gesorgt. Im Bremer Stadtgebiet wurden mehrere Bäume entwurzelt und Äste aus den Kronen gebrochen.

In Borgfeld musste die Feuerwache 2 am Dienstag in den Erbrichterweg ausrücken. Dort war ein zehn Meter langer Ast aus dem Baum gebrochen und auf die Straße gefallen. Dabei traf der Ast eine Straßenlaterne und blieb teilweise auf ihr liegen. Mit einer Motorsäge zerlegten Feuerwehrleute den massiven Stamm und räumten ihn an den Rand der Fahrbahn.

Für Anwohnerin Marina Ohlmann kam der Einsatz überraschend: „Heute ist ein ganz normaler Tag und plötzlich liegt der Baum in meinem Vorgarten. Zum Glück kam die Feuerwehr schnell und beseitigt das Hindernis.“ Einsatzleiter Frank Osterloh von der Feuerwache 2 weiß, wieso aktuell so viele Bäume dem Sturm nachgeben: „Durch das neue Laub hat der Wind mehr Angriffsfläche“, so der Fachmann.

Im Laufe des Mittwochnachmittags wurden der Feuerwehr Bremerhaven einige umgestürzte Bäume und herabfallende Gegenstände gemeldet. So kam es zu einem Einsatz in der Hafenstraße, bei dem lose Dachziegel gesichert werden mussten. Im Adolf-Hoff-Weg im Bürgerpark lag ein Baum über einen Gehweg.

Der Technische Trupp der Feuerwehr zersägte den Baum und räumte den Weg wieder frei. Auch in der Hans-Böckler-Straße lag ein Baum über einem Stichweg zur Schule. Gegen 18 Uhr musste die Spadener Straße kurzfristig gesperrt werden, da ein großes Blechteil auf die Straße zu fallen drohte. Durch den Einsatz einer Drehleiter konnten die Einsatzkräften der Feuerwehr das Blech eines Flachdaches in etwa 10m Höhe sichern, sodass die Straße für den Verkehr gegen 18:15 Uhr wieder frei gegeben werden konnte, teilt die Feuerwehr mit.

Erste Ausläufer der Sturmtiefs hatten den Nordwesten bereits am Dienstagmorgen erreicht. „Bis jetzt hatten wir nur Baumschäden“, sagte ein Sprecher der Leitstelle Oldenburg am Mittag. Auch im Kreis und in der Stadt Osnabrück war die Feuerwehr wegen mehrerer umgestürzter Bäume im Einsatz. In Bad Laer war ein Baum auf ein Wohnhaus gefallen. Niemand wurde verletzt.

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In Hannover blieben wegen des Sturms der Stadtpark, der Tiergarten und die Waldstation Eilenriede vorsorglich geschlossen. Die Stadtverwaltung warnte vor dem Betreten von Wäldern und Parks. Feuerwehrkräfte beseitigten im Heideviertel eine riesige umgestürzte Pappel. Dabei war auch ein Kran-Lkw im Einsatz.

Der Fährverkehr zu den Ostfriesischen Inseln lief weitgehend nach Plan. Lediglich eine Fährverbindung von Harlesiel nach Wangerooge wurde für den Dienstagabend wegen der Sturmböen abgesagt.

Im Harz blies der Sturm mit Orkanstärke. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) registrierte auf dem Brocken bis zum Mittag Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 125 Kilometern je Stunde. An den Küsten und im Flachland wurden verbreitet stürmische Böen und Sturmböen mit Windgeschwindigkeiten zwischen 70 und 85 Kilometern je Stunde gemessen.

Nach DWD-Angaben sollte der Wind im Lauf des Dienstages noch zunehmen und erst am Abend und in der Nacht im Binnenland wieder abnehmen. Doch auch der Mittwoch bleibe stürmisch, sagte eine DWD-Meteorologin. Gegen Ende der Woche beruhige sich das Wetter. Dann sollen auch die Temperaturen wieder anziehen - auf bis zu 24 Grad.

++ Dieser Artikel wurde um 21.15 Uhr aktualisiert. ++

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