Gewoba-City-Triathlon im Europahafen Wettkampf am Wasser

Wenn am 9. August im Europahafen der Startschuss für den Gewoba-City-Triathlon fällt, wird es am Hafenbecken mit der Ruhe vorbei sein. Dann werden hier Hunderte Athleten durch das Wasser pflügen.
29.07.2015, 00:00
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Wettkampf am Wasser
Von Jan Oppel

Es nieselt. Der Europahafen in der Überseestadt ist verwaist. Nur das Segelschiff Alexander von Humboldt liegt hier vor Anker. Unter Deck ist es warm und trocken. Die Veranstalter des Gewoba-City- Triathlons und Innensenator Ulrich Mäurer haben hier zur Pressekonferenz geladen. Wenn am 9. August im Europahafen der Startschuss für das Sportevent fällt, wird es am Hafenbecken mit der Ruhe vorbei sein. Dann werden hier Hunderte Athleten durch das Wasser pflügen.

„Bei gutem Wetter rechnen wir in diesem Jahr mit etwa 800 Anmeldungen und 10 000 Zuschauern“, sagt Projektleiter Jan Brüning. Ganz oben auf der Startliste steht Innensenator Mäurer. „Ich bin für den Sport zwar nicht mehr zuständig, dafür treibe ich mehr Sport als je zuvor“, sagt er. Seit dem ersten City-Triathlon geht er als Schirmherr auch selbst an den Start. Mit zwei Polizisten wird Mäurer in diesem Jahr beim Staffeltriathlon antreten. Damit dabei eine gute Zeit für sein Team herausspringt, trainiert der 64-Jährige drei Mal pro Woche. Während einer seiner Mitstreiter im Wasser des Hafenbeckens 500 Meter schwimmt, übernimmt eine andere Beamtin den Fünf-Kilometer-Lauf an Land. Zwischendurch wird Mäurer 20 Kilometer auf seinem Rennrad zurücklegen.

Wer diese drei Distanzen lieber im Alleingang bewältigen will, kann das beim Volkstriathlon tun. An ambitionierte Ausdauersportler richtet sich der Triathlon über die olympische Distanz. Hierbei stehen anderthalb Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und ein Zehn-Kilometer-Lauf auf dem Plan. Durch den Ausbau der Promenade können die Zuschauer von Beginn an das Geschehen hautnah miterleben und behalten auch während der Wettkämpfe den Überblick. „Das Besondere am City-Triathlon ist, dass sich alles um einen zentralen Ort konzentriert“, sagt Bernd Rennies, sportlicher Leiter des Triathlons. Nach dem Schwimmen führt die Radstrecke auf einem verkehrsfreien, zehn Kilometer langen Rundkurs vom Hansator über die Hafenrandstraße zum Wendepunkt vor der Waterfront und zurück durch die Überseestadt. Der anschließende Lauf führt entlang der Schlachte bis zum Martinianleger und zurück. Am Kopf des Europahafens werden die Zuschauer und eine Cheerleader-Gruppe von Bremen 1860 die einlaufenden Athleten bejubeln.

Mäurer hat vor seiner anstehenden Radtour Respekt. Der starke Gegenwind auf der Nordstraße mache ihm alljährlich zu schaffen. „Hier ist jeder auf sich allein gestellt“, sagt Mäurer. Das Fahren im Windschatten des Vordermanns ist beim City-Triathlon verboten und wird mit Zeitstrafen geahndet. Mäurer gefällt vor allem das breite sportliche Angebot des Triathlons. Neben Spitzensportlern würden sich alljährlich auch zahlreiche Freizeitsportler an den Wettkämpfen beteiligen. „Das ist keine elitäre Veranstaltung“, sagt Mäurer. „Hier können alle mitmachen.“

Bis zum 2. August können sich Triathleten unter www.citytriathlonbremen.de für den Wettkampf anmelden. Hier finden Sie auch Informationen zu den Straßensperrungen.

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