Bremen-Oslebshausen

Widerstand gegen Biomüll-Zwischenlager wächst

Die Pläne für ein Biomüllzwischenlager in Bremen-Oslebshausen werden wohl in die Tat umgesetzt werden, obwohl die Bürger von Oslebshausen gegen den geplanten Umschlagplatz sind.
05.05.2018, 18:54
Lesedauer: 2 Min
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Von Gerald Wessel
Widerstand gegen Biomüll-Zwischenlager wächst

Der Bremer Biomüll soll künftig in Oslebshausen zwischengelagert werden.

dpa

Das geplante Biomüllzwischenlager in Bremen-Oslebshausen in der Windhukstraße wird wohl Realität werden. Nachdem sich gegen erste Pläne von Remondis bezüglich eines Woltmershauser Umschlagplatzes erfolgreich Widerstand geregt hatte, verlegte das Unternehmen seinen geplanten Umschlagplatz in das Industriegebiet an der Weser.

Remondis ist ab 1. Juli dieses Jahres verpflichtet, den Biomüll abzuholen. Geplant ist, diesen ab Herbst des Jahres von Oslebshausen nach Bohmte in eine derzeit im Bau befindliche Vergärungsanlage zur Verstromung zu bringen. Bis diese einsatzbereit ist, muss der Biomüll auf eine Verkompostierungsanlage gebracht werden, wie Anna Ephan, Pressereferentin von Remondis, auf Nachfrage erklärt.

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Die Bürger von Oslebshausen sind gegen den geplanten Umschlagsplatz. Remondis aber hält an dem rechtlich abgesicherten Plan fest. Die Folgen werden langfristiger Natur sein: Remondis‘ Verwertungsvertrag für den Bremer Biomüll reicht bis in den Sommer 2036. Von der Stadt kann er frühestens 2030 gekündigt werden.

Dabei gibt es viele Stimmen, unter anderem auch Umwelt-Staatsrat Ronny Meyer, die sich eine Einigung zwischen Nehlsen und Remondis bezüglich der Weiternutzung der Nehlsen-Anlage am Fahrwiesendamm wünschen. „Die Anlage auf der Blocklanddeponie gehört uns nicht“, erklärte dazu Stefan Grüner, Geschäftsführer von Remondis, im April.

Und auf Nachfrage des WESER-KURIER bekräftigt Anna Ephan: "Der andere Standort liegt nicht in unserem Interesse. Wir halten weiter an dem Standort Weserport fest." Gespräche über eine Nutzung des Geländes am Fahrwiesendamm gäbe es nicht. Nehlsen wollte hierzu auf Nachfrage des WESER-KURIER keinen Kommentar abgeben.

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In Oslebshausen hat sich zum Widerstand gegen das geplante Biomüllzwischenlager am vergangenen Donnerstag eine Bürgerinitiative gegründet. "Es ist nicht nur ein Oslebshauser Problem, sondern ein Bremer Problem", so Birgit Erdogan, Mitinitiatorin der Bürgerbewegung.

Am 25. Mai wird es eine Demonstration an der Kreuzung Oslebshauser Heerstraße/Oslebshauser Landstraße mit abschließendem Gang zum Grundstück der Firma Remondis in der Windhukstraße über die Oslebshauser Landstraße geben. Die Demo soll um 15 Uhr beginnen. "Alle sind aufgerufen", so Petra Krümpfer, Mitglied der SPD-Bürgerschaftsfraktion, die bei der Gründungsveranstaltung in Oslebshausen anwesend war.

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