Kommentar zur Bremer SPD Wie die SPD das Thema Galopprennbahn vergeigt hat

Der Umgang der Bremer SPD mit dem Thema Galopprennbahn zeigt, wie man ein baupolitisches Projekt komplett vergeigen kann, meint Jürgen Theiner.
28.01.2019, 22:39
Lesedauer: 1 Min
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Wie die SPD das Thema Galopprennbahn vergeigt hat
Von Jürgen Theiner

Allmählich dämmert es der Bremer SPD-Spitze: Sie hat das baupolitische Zukunftsthema Galopprennbahn ungeschickt angefasst und wird nun vom Gestalter zum Getriebenen. Vor drei Jahren trumpfte Wirtschaftssenator Martin Günthner mit dem Projekt auf, erklärte 1000 neue Wohnungen zum Ziel und machte gleich klar: Es geht nicht um das Ob, sondern nur um das Wie.

Das klang gegenüber den Bewohnern der angrenzenden Stadtteile nicht besonders dialogbereit. Entsprechend groß war bald der Widerstand, der nun in Kürze in einen Volksentscheid münden dürfte. Mitten hinein in einen Bürgerschaftswahlkampf, der für die SPD auch ohne diese Hypothek schwer genug wird.

Den Genossen bleibt nun nichts anderes übrig, als diese Auseinandersetzung anzunehmen. Allerdings aus einer ungünstigen Position heraus. Sie müssen eine abstrakte Vorstellung von Gemeinwohl, die in der Bereitstellung von Bauland besteht, gegen erboste Bürger verteidigen, die für die grüne Lunge ihres Stadtteils streiten. Erfahrungen aus anderen Städten zeigen, wie so etwas meist ausgeht. Doch das hat sich die Bremer SPD selbst eingebrockt.

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