Kindermuseum kek hat Anmeldungen für Projekte bis 2017 und hofft weiter auf Absicherung der Stellen

Wie Farben klingen

Steintor·Neustadt. In der Grundschule an der Schmidtstraße haben die Farben vor den Ferien getanzt. Die Projektwoche Farbenrausch ist eines der beliebtesten Angebote des kek-Kindermuseums, das mit dem Neuen Museum Weserburg zusammenarbeitet.
21.03.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von ISABEL D’HONE
Wie Farben klingen

Jetzt wird’s bunt in der Halle: Eva Vonrüti-Moeller vom kek-Kindermuseum bei der Präsentation der Projektwoche in der Grundschule an der Schmidtstraße.

Walter Gerbracht

In der Grundschule an der Schmidtstraße haben die Farben vor den Ferien getanzt. Die Projektwoche Farbenrausch ist eines der beliebtesten Angebote des kek-Kindermuseums, das mit dem Neuen Museum Weserburg zusammenarbeitet. Die Wartelisten der Projektleiterinnen Eva Vonrüti-Moeller aus Schwachhausen und Silke Rosenthal aus Oberneuland sind lang.

Die Grundschule an der Schmidtstraße verwandelte sich für eine Woche in ein Kindermuseum, und jede Gruppe arbeitete an einem farbigen Themenschwerpunkt: Farbentanz, Farben aus der Natur, Klangfarben und Maskentheater. Dabei haben die Kinder Melodien zu Farben komponiert, sind verrückten, lustigen und gruseligen Masken begegnet, haben erfahren, wie Farben hergestellt werden, Gedichte geschrieben und vieles mehr.

Im Laufe der Projektwoche ist eine gemeinsame Ausstellung aller beteiligten Gruppen entstanden. „Nicht nur die Sinneseindrücke der Kinder werden erweitert, sondern auch neue Möglichkeiten mit Farbe entdeckt“, sagt Silke Rosenthal.

Das nächste Projekt des kek-Kindermuseums ist die Mitmachausstellung „Das Gelbe vom Ei – Farbenrausch 3“, die vom 28. August bis 21. Dezember in der Weserburg auf dem Teerhof zu sehen sein wird. Kinder ab vier Jahren können dann Gelb im gelben Raum fühlen, an der Farbbar Blau schmecken, Farben mit dem Wasserprisma entstehen lassen und Farbspiele ausprobieren. Das Publikum soll an der Ausstellungsgestaltung beteiligt sein. „Das Gelbe vom Ei“ gab es bereits 2007 im Krankenhaus-Museum und 2008 in der Weserburg. Die dritte Ausgabe ist mit neuen Ideen erweitert worden.

Knapp 30 Schulprojekte hat das Kindermuseum seit 2008 verwirklicht. Für die Teilnahme daran reicht es aus, sich beim Kindermuseum zu melden. „Es läuft gut. Bis 2017 sind wir allerdings gut ausgelastet, vielleicht können wir 2017 noch ein Schulprojekt machen“, sagt Silke Rosenthal. Zielgruppe der Schulprojekte und des Kindermuseum sind hauptsächlich Schulkinder bis zwölf Jahre.

Das Kindermuseum bekomme seit zwei Jahren keine Unterstützung mehr von der Stadt, um Stellen abzusichern, sagt Silke Rosenthal. „Das bedauern wir sehr!“ Sie und Eva Vonrüti-Moeller bemühen sich weiter um Fördergelder.

Die Kisten mit den Requisiten für die Schulprojekte müssen die Schulen finanzieren. In der Regel bezahlten die Eltern der Schulkinder einen bestimmten Beitrag, und den Rest finanziere der Schulverein, sagt Silke Rosenthal. Einmal pro Jahr übernehme die Bildungsbehörde zwei Honorare für ein Schulprojekt – damit die Farben rauschen können.

Nähere Informationen über den Verein „kek-Kindermuseum für Bremen“ gibt es über die Mailadresse mail@kek-kindermuseum.de.

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