Kommentar zum Onlinehandel

Keine Chance

Wenn in der Bremer Innenstadt das Drumherum stimmt, kommt auch die Lust und Laune, etwas einzukaufen – meint Jürgen Hinrichs.
04.08.2020, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Keine Chance
Von Jürgen Hinrichs
Keine Chance

Die Innenstädte müssen sich neu erfinden, wenn sie mit Onlineriesen wie Amazon, Otto und Zalando Schritt halten wollen.

Monika Skolimowska/DPA

Natürlich kommt der stationäre Einzelhandel nicht daran vorbei, sein Geschäft konsequent zu digitalisieren, will er noch eine Zukunft haben. Das beginnt bei den Bezahlvorgängen und hört beim virtuellen Ankleiden oder Einrichten noch lange nicht auf. So gemeint, ist die Initiative von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier zwar nichts Bahnbrechendes, spricht aber den richtigen Punkt an. Auch sollte möglich sein, die Regale im Laden endlos lang werden zu lassen, indem die Lieferanten ihr Lager online dazutun.

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Eine Illusion ist aber, dass die Händler in den Innenstädten auch nur entfernt mit Internetriesen wie Amazon, Otto und Zalando mithalten können. Dass sie also einen Teil vom großen Kuchen abbekommen, wie der Minister hofft. Neuerdings ist sogar Sahne drauf, nachdem die Corona-Pandemie den Onlinehändlern zusätzlich Kunden ins Netz getrieben hat. Nein, es wird nur so gehen, wie die Bremer Handelskammer das sieht: Mit der Innenstadt muss sich auch der Handel neu erfinden. Wenn das Drumherum stimmt, kommt auch die Lust und Laune, etwas einzukaufen – mit allen Sinnen und nicht stumpf vorm Computer.

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