Podiumsdiskussion mit zwei Sozialdemokratinnen und zwei Grünen im Lagerhaus Schildstraße Wie Migrantinnen die Politik verändern

Ostertor. Wie Migrantinnen die Politik verändern – darum geht es in einer Podiumsdiskussion im Lagerhaus Schildstraße. Valentina Tuchel und Ruken Aytas von der SPD, Zahra Mohammadzadeh und Sülmez Dogan von den Grünen stellen sich am Dienstag, 5.
04.05.2015, 00:00
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Von Edwin Platt

Wie Migrantinnen die Politik verändern – darum geht es in einer Podiumsdiskussion im Lagerhaus Schildstraße. Valentina Tuchel und Ruken Aytas von der SPD, Zahra Mohammadzadeh und Sülmez Dogan von den Grünen stellen sich am Dienstag, 5. Mai, ab 19 Uhr Fragen zum Thema „Gleichberechtigung“ – sei es zu Zwangsverheiratung oder Kopftuch, sei es zur aktuellen Flüchtlingssituation oder zur Anerkennung beruflicher Qualifikationen oder Studien aus Herkunftsländern.

Fatos Atali-Timmer, Diplom-Pädagogin von der türkischen Schwarzmeerküste, moderiert die Podiumsdiskussion. Die Wahlbremerin arbeitet in der Erwachsenenbildung mit den Schwerpunkten Sprachförderung und Arbeitsmarktqualifizierung für Flüchtlinge und Migranten. Veranstalter ist das Migrationsbüro des Lagerhauses.

Valentina Tuchel gehört dem Vorstand des SPD-Ortsvereins Neue Vahr an, war im Beirat Vahr. Seit 2011 ist sie Bürgerschaftsmitglied im Haushalts- und Finanzausschuss und in Ausschüssen für Bürgerbeteiligung und bürgerschaftliches Engagement, für Integration und Gleichstellung. Die integrationspolitische Sprecherin ihrer Partei hat die Schule der Kleinstadt Jemwa in der Sowjetunion besucht, Erziehungswissenschaften mit Schwerpunkt Pädagogik und slawische Philologie an der Universität Syktywkar in Nordwestrussland studiert. Ein Studium der Interkulturellen Pädagogik und Literaturwissenschaft hat sie an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg mit dem Magister abgeschlossen. Bis 2004 studierte sie zudem Soziologie, Philosophie und Romanistik in Bremen. Seit 1999 ist sie Sozialpädagogin im Fachdienst Migration, sie hat zwei Kinder und ist verheiratet.

Ruken Aytas, 1967 in der Türkei geboren, ist in Bremerhaven auf die Grundschule gegangen, dann auf eine Mittelschule in Ankara und später auf die Gesamtschule Ost (GSO) in Bremen. 1988 machte sie ihr Abitur und studierte anschließend Biologie in Bremen. Seit 1991 hat Aytas die deutsche Staatsangehörigkeit. Seit 1996 in der SPD, war sie in Beiräten von Hemelingen und Hastedt und kam 2011 in die Bürgerschaft, wo sie Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen ist. Sie ist ehrenamtliches Mitglied im Team des Lagerhauses, Geschäftsführerin des Vereins Gewitterziegen, der sich geschlechtsspezifischer Mädchenarbeit widmet und außerdem in der städtischen Deputation für Soziales, Kinder und Jugend. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Die Grünenpolitikerin Zahra Mohammadzadeh hat im Iran als Lehrerin gearbeitet und ab 1976 an der Universität Teheran studiert, bevor sie nach Deutschland übersiedelte. In Berlin und Bremen studierte sie Humanbiologie. 1990 promovierte sie mit einer Arbeit zur Populationsgenetik. Mohammadzadeh arbeitete beim Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin, im Namibia-Projekt des Bremer Afrika-Archivs und war als Mitarbeiterin der Deutschen Krebsgesellschaft mit der Gesundheits- und Versorgungslage der Flüchtlinge in Bremen befasst. Seit 1993 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes und hält Vorlesungen an den Universitäten Bremen und Oldenburg. Sie ist ledig und hat ein Kind.

Sülmez Dogan kam als Kind türkischer Gastarbeiter zur Welt und wuchs in Bremerhaven auf. Nach ihrem Abitur studierte sie Politologie, Neuere Geschichte und Soziologie in Braunschweig und Rechtswissenschaften in Bremen. Ihr erstes Referendariat absolvierte sie am Oberlandesgericht in Celle. Seit 2007 ist sie in Bremerhaven als Rechtsanwältin tätig. Als Stadtverordnete in der Seestadt und seit 2011 als Abgeordnete der Bürgerschaft sind ihre Themen Jugend, Frauen, Familie und Bildung. Engagements zu Landesverfassung, Rechtsausschuss, Richterwahlausschuss sind Dogans andere Seite. Dogan ist verheiratet und Mutter von drei Kindern.

Lagerhaus Schildstraße: Dienstag, 5. Mai, 19 Uhr: „Gleichberechtigung“, mit Valentina Tuchel und Ruken Aytas, SPD, und Zarah Mohammadzadeh und Sülmez Dogan, Grüne.

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