Jacobs University beteiligt sich an internationalem Forschungsprojekt Wie verändern Beeinträchtigungen im Alter das Lernen?

Grohn (mag). Wir leben in einer immer komplexer werdenden Technologie-Gesellschaft. Um nicht den Anschluss zu verlieren, müssen wir kontinuierlich neue Fertigkeiten erlernen.
16.06.2014, 00:00
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Von Marina Köglin

Wir leben in einer immer komplexer werdenden Technologie-Gesellschaft. Um nicht den Anschluss zu verlieren, müssen wir kontinuierlich neue Fertigkeiten erlernen. Doch gerade bei älteren Menschen nehmen Wahrnehmung, kognitive und motorische Fähigkeiten mit der Zeit ab. Wie sich diese Veränderungen insbesondere auf das motorische Lernen auswirken, untersuchen jetzt Wissenschaftler der Jacobs University in Kooperation mit der University of Michigan, der Universiteit Twente und der Universität des Saarlandes. Das neue Forschungsprojekt unter dem Namen Re-Load wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der Nederlandse Organisatie voor Wetenschappelijk Onderzoek (NWO) und der National Science Foundation (NSF) mit insgesamt etwa einer Million Euro gefördert. An der Jacobs University koordinieren Claudia Voelcker-Rehage, Professorin für Bewegungswissenschaften, und Ben Godde, Professor für Neurowissenschaften, das auf drei Jahre angelegte Projekt.

Mit zunehmendem Alter lassen Sehkraft oder Gehör nach, Beweglichkeit und Reaktionsfähigkeit nehmen ab. Trotzdem sind wir in einer sich schnell wandelnden, von Technologie getriebenen Welt auch in fortgeschrittenem Alter weiterhin mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Sei es die Bedienung eines Fahrkartenautomaten, eines Smartphones, Tablets oder 3D-Fernsehers oder das Gerätetraining im Fitnessstudio – ständig müssen Kompetenzen neu oder wieder erlernt werden.

Doch wie genau wirken sich altersbedingte Veränderungen der Bewegungsabläufe und kognitiver Funktionen insbesondere auf das Lernen motorischer Fertigkeiten, das sogenannte motorische Lernen, aus? Was können ältere Menschen tun, um ihre motorischen, sensorischen und kognitiven Fähigkeiten zu erhalten und weiter zu entwickeln, um so möglichst lange ein unabhängiges Leben zu führen?

Antworten auf diese Fragen zu finden, ist das Ziel des im Mai gestarteten Projekts Re-load. „In Europa werden die Über-60-Jährigen im Jahr 2050 mehr als ein Drittel der Bevölkerung ausmachen. Es besteht also Handlungsbedarf, um sicher zu stellen, dass auch in dieser Lebensspanne das Erlernen neuer Fähigkeiten möglich ist.“

So sollen Testpersonen verschiedener Altersgruppen eine Reihe von Aufgaben lösen, die ihnen einen unterschiedlich hohen Grad kognitiver und motorischer Leistung abverlangen.

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