Grambker Seebad ist nach Zwangspause an den Start gegangen / Fußball-EM auf der Leinwand Wieder geöffnet

Grambke. Was vor rund zwei Monaten selbst Optimisten nicht für möglich gehalten haben, ist Realität geworden: Seit Donnerstag ist das vor zwei Jahren geschlossene Grambker Seebad wieder geöffnet. Pünktlich zum Ferienbeginn wagten vor allem Schulkinder den Sprung ins Wasser.
24.06.2016, 00:00
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Was vor rund zwei Monaten selbst Optimisten nicht für möglich gehalten haben, ist Realität geworden: Seit Donnerstag ist das vor zwei Jahren geschlossene Grambker Seebad wieder geöffnet. Pünktlich zum Ferienbeginn wagten vor allem Schulkinder den Sprung ins Wasser. Damit spielt das Naturfreibad ab sofort wieder eine gesellschaftliche Rolle im Leben der Bewohner aus Grambke, Burg und dem Werderland.

Die Wiedergeburt des Grambker Seebades ist vor allem einem Geschäftsmann zu verdanken, der in Grambke geboren wurde. Er stellt bis 2020 rund 40 000 Euro zur Finanzierung des Badebetriebs zur Verfügung. Der Sponsor will nach den Worten des Sprechers der Interessengemeinschaft, Reimer Kanje, ungenannt bleiben, habe aber in der Vergangenheit bereits mehrfach Geld für Projekte zur Verfügung gestellt, die das Gemeinschafsleben in Burg-Grambke stützen.

Wie berichtet, stand das vor 90 Jahren gegründete und aus Grundwasser gespeiste Familienbad vor dem endgültigen Aus, weil sich die Stadtgemeinde nicht mehr in der Lage sah, die Finanzierung sicherzustellen. Seit Herbst vergangenen Jahres aber setzten sich insbesondere der 1.FC Burg, die Bürgerinitiative, der Beirat Burglesum und Ortsamtsleiter Florian Boehlke für die Wiedereröffnung des 2014 geschlossenen Bades ein. Ihr Konzept, den Badebetrieb in Eigenregie und unter der Trägerschaft des 1.FC Burg zu organisieren, drohte indes an den finanziellen Forderungen des Finanzressorts und der städtischen Liegenschaftsverwaltung Immobilien Bremen (IB) zu scheitern.

Dank des privaten Geldgebers ist inzwischen ein neuer Nutzungsvertrag erarbeitet worden, der zunächst für eine Badesaison gilt und jeweils zu Jahresbeginn fortgeschrieben werden soll. Matthias Schmit, Vorsitzender des 1.FC Burg: „Dann müssen wir jedes Mal belegen, dass die Finanzierung gesichert ist.“ Dafür will der anonyme Mäzen sorgen.

Pünktlich um zehn Uhr stürmten gestern vor allem Kinder und Jugendliche die von freiwilligen Helfern in einen hervorragenden Zustand gebrachte Anlage an der Grambker Dorfstraße 52. Unter ihnen etliche Schüler, die den Geburtstag eines Klassenkameraden beim Baden, Spielen und natürlich Eisessen feierten. Und wie bestellt, spielte auch das Wetter mit: Sonne satt beim Anbaden im Naturfreibad. Andrea Kloos von der Interessengemeinschaft hatte bis zum frühen Nachmittag bereits Eintrittskarten für rund 90 Personen verkauft. „Ein Auftakt nach Maß“, freute sie sich. Die Eintrittspreise sind moderat. Kinder bezahlen für eine Tageskarte ein Euro, Erwachsene 2,50 Euro. Die Saisonkarte für Erwachsene kostet 25 Euro, die für Familien 40 Euro.

Die offizielle Eröffnungsfeier des Grambker Seebades soll nun am Sonnabend um 11 Uhr über die Bühne gehen. Dazu werden das 1. Bremer Ukulelenorchester sowie die Rock-Band „Good Wipes“ erwartet. Es können Bratwürste, Steaks, Pommes, Kuchen, Kaltgetränke und Kaffee gekauft werden. Für die jungen Badegäste kündigen die Organisatoren spannende Spielmöglichkeiten an, zum Beispiel eine Hüpfburg. Fußballfans können die Achtelfinalbegegnungen der Europameisterschaft in Frankreich an diesem Sonnabend auf der Leinwand am Grambker See verfolgen.

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