Dutzende Streufahrzeuge unterwegs Großeinsatz der Stadtreinigung zum Wintereinbruch

Seit Freitagnachmittag arbeitet die Bremer Stadtreinigung unter Volllast, um Straßen und Wege vom Schnee zu befreien. Dafür gibt es detaillierte Streupläne.
30.01.2021, 18:35
Lesedauer: 2 Min
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Großeinsatz der Stadtreinigung zum Wintereinbruch
Von Joerg Helge Wagner

Wegen des Wintereinbruchs ist die Stadtreinigung seit Freitagnachmittag mit sämtlichen Einsatzfahrzeugen unterwegs. In der Stadt sind das mehr als 22 große Streufahrzeuge, die Feuchtsalz streuen und ab einer Schneehöhe von vier Zentimetern räumen. Hinzu kommen 24 kleinere Lkw mit einer jeweils vierköpfigen Besatzung: Sie kümmern sich um Plätze, Fußgängerüberwege und Radwege. „36 Kleinstreuer mit ein bis zwei Mann Besatzung haben ebenfalls das Ziel, Straßen und Wege verkehrssicher zu machen“, erläutert Betriebssprecherin Antje von Horn.

In Bremen-Nord werden die 21 Mitarbeiter der Stadtreinigung von 20 Kollegen des Umweltbetriebs Bremen unterstützt. Zudem fährt ein Subunternehmer zwischen 21 Uhr und 4 Uhr die Strecken des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ab.

Grundsätzlich sind zunächst die Streupläne im Rahmen der „Verkehrssicherungspflicht“ mit den dafür vorgesehenen Fahrzeugen abzuarbeiten. Das sind neben den Strecken des ÖPNV vor allem Brücken, Hauptstraßen, Fußwege, Ampelanlagen, Kreuzungen und einige Plätze. „Priorität haben die Strecken des ÖPNV“, sagt von Horn. „Nebenstraßen sind nachrangig und dort wird mit Sand gestreut. Radwege werden geräumt oder mit Sand gestreut.“

Trotzdem ist es im Winter bei bestimmten Wetterlagen nicht möglich, ständig alle Verkehrsflächen „schwarz und rutschfrei“ zu halten. „Vorbeugendes Streuen hilft nur sehr bedingt und ist in Bremen verboten“, betont von Horn. Die angekündigte Glätte könne ja auch ausbleiben – die auf die Fahrbahnen gestreuten Salzmengen wären dann eine unnötige Belastung der Umwelt.

In der Nacht zum Sonnabend musste die Polizei zu mehr als 130 Verkehrsunfällen ausrücken. Verletzte habe es dabei aber nicht gegeben. Meist handelte es sich um Auffahrunfälle oder die Autos rutschen in geparkte Fahrzeuge am Straßenrand. „Heute ist es deutlich entspannter“, hieß es am frühen Sonnabendabend bei der Leitstelle der Polizei. Tagsüber habe es nur wenige kleine Blechschäden gegeben. Am Freitagnachmittag hingegen konnten auf der A 27 die Lkw wegen der Glätte gar nicht mehr fahren. Lange Staus waren die Folge.

Auf den Eisenbahnstrecken in der Region hatte sich die Lage nach dem Schneechaos am Freitag am Sonnabendvormittag wieder beruhigt. Wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn mitteilte, kam es nur vereinzelt noch zu Verspätungen. Bahnen des Betreibers ­Metronom konnten allerdings bis 9 Uhr nicht fahren. Betroffen waren die Strecken Bremen-Rotenburg-Hamburg, Uelzen-Lüneburg-Hamburg, sowie Göttingen-Hannover-Uelzen. Ein Ersatzverkehr konnte nicht eingerichtet werden.

Die Stadtreinigung erinnert an die Pflicht von Anliegern öffentlicher Gehwege: Diese sind bis zu einer Breite von drei Metern von Schnee zu räumen und bei Glätte zu bestreuen. Dazu darf nur Sand benutzt werden.

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