2017 gehen die Arbeiten zwischen Ranzenbüttel und Ohrt weiter Winterpause an der Deichbaustelle

Berne/Lemwerder. Die Winterstürme können kommen, die Deiche an Ochtum, Weser und Hunte im Zuständigkeitsbereich des I. Oldenburgischen Deichbandes sind in einem „guten Unterhaltungszustand“.
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Von Georg Jauken

Berne/Lemwerder. Die Winterstürme können kommen, die Deiche an Ochtum, Weser und Hunte im Zuständigkeitsbereich des I. Oldenburgischen Deichbandes sind in einem „guten Unterhaltungszustand“. Das berichtete dessen Vorsteher Cord Hartjen am Rande der zweiten Deichschau des Jahres. Gleich mehrere Baumaßnahmen konnten rechtzeitig zum Herbstbeginn beendet werden. Danach darf bis Mitte April des kommenden Jahres nicht mehr an den Deichen gebaut werden.

Abgeschlossen wurde unter anderem die Neugestaltung des Weserdeichs in Ochtum auf einer Länge von 840 Metern. Als Ersatz für den weggefallenen Deichschart wurde eine neue Treppe eingebaut und das an einen Deichbaudirektor des 19. Jahrhunderts erinnernde Denkmal aus Stein an den Deichfuß versetzt. Das Deckwerk am Weserufer entlang des Rotec-Geländes in Lemwerder war schon länger fertig. Inzwischen ist auch der neue Deichsicherungsweg entlang des Ufers hergestellt und kann seit September wieder als Teil des Weserradweges genutzt werden. Beendet wurde außerdem die Deichbegradigung an der Hunte in Buttelerhörne. Dort stehen nur noch ein paar Restarbeiten an. Die Bauarbeiten am Siel und am Schöpfwerk in Neuenhuntorf sind Hartjen zufolge ebenfalls abgeschlossen. Ein paar letzte Aufräumarbeiten, dann verabschieden sich auch die Bauarbeiter von der Deichbaustelle zwischen Ranzenbüttel und Ohrt (Gemeinde Berne) in die Winterpause. 1,2 Kilometer Deich sind seit Mitte Juni fertig geworden, 40 000 Kubikmeter Kleiboden verbaut. Nächstes Jahr kommen die Arbeiter zurück. Denn insgesamt soll der Deich auf einer Länge von 4,5 Kilometern um bis zu 80 Zentimetern erhöht werden. 180 000 Kubikmeter Kleiboden müssen dafür noch verbaut werden.

Lange diskutiert wurde, ob der Radweg entlang der Deichstraße hinter dem Schöpfwerk in Motzen auf halber Höhe über den Deich geführt werden könnte. Denn die Straße ist dort auch ohne Radweg schon ganz besonders schmal. Nach langwierigen Abwägungen entschied sich der Landkreis Wesermarsch doch für diese Variante. Der Radweg über den Deich ist nun fertig, und der zuständige Fachbereichsleiter bei der Kreisverwaltung, Matthias Wenholt, zeigte sich mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Die offizielle Freigabe steht zwar noch aus, der Radweg könne aber bereits gefahrlos genutzt werden.

Nicht im Zuständigkeitsbereich der Deichbands, aber ebenfalls ein Beitrag zum Küstenschutz ist die geplante Anpassung der Deichtore. Nächstes Jahr soll das derzeit 7,60 Meter hohe Tor im Motzener Schart um 40 Zentimeter erhöht werden. Voraussichtlich im nächsten Jahr folgt dann die Erhöhung des Deichtors im Schart in Lemwerder.

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