Ein Jahr nach Untergang an der Schlachte Wird die Hansekogge zum Museumsschiff?

Am 28. Januar jährt sich zum ersten Mal der Untergang der Hansekogge "Roland von Bremen" an der Schlachte. Das Schiff liegt derzeit in der Neustadt - für die Zukunft der Kogge gibt es nun Pläne.
15.01.2015, 00:00
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Wird die Hansekogge zum Museumsschiff?
Von Anke Landwehr

Am 28. Januar jährt sich zum ersten Mal der Untergang der Hansekogge: Die „Roland von Bremen“ war am frühen Morgen an der Schlachte gesunken, einen Tag später gehoben und in die Neustadt gebracht worden. Dort ist sie im Hohentorshafen aufgeslippt worden. Mehr ist seither nicht geschehen. Möglich, dass sich das bald ändert.

„Wir hoffen, dass wir Anfang Februar etwas Konkretes verkünden können“, sagt Astrid Eggerking, Geschäftsführerin von „bras – arbeiten für bremen“. Der Beschäftigungsträger fördert die berufliche Weiterbildung und Eingliederung arbeitsuchender Menschen. Die Reederei „Hal över“, Eigentümerin des Nachbaus der historischen Hansekogge, hat dem gemeinnützigen Verein das Schiff angeboten. „Wir würden es ihm schenken“, hatte Geschäftsführer Dieter Stratmann schon einige Wochen nach dem Sinken erklärt.

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Dazu soll ein bei Frostwetter geborstenes Seeventil geführt haben. Nur dieses ist ausgetauscht worden. Die durch das Wasser ruinierte Elektronik dagegen wurde nicht ersetzt, wie Harro Koebnick bestätigt. Der stellvertretende Geschäftsführer von „Hal över“ sagt auf Anfrage auch, dass man mit der Versicherung immer noch in Gesprächen sei, ebenso mit der bras. „Im Augenblick gibt es da nichts Spruchreifes“, so Koebnick.

Bei bras hat dessen früherer langjähriger Geschäftsführer Uwe Mühlmeyer sich des Projektes angenommen. Er sagt, dass er sich noch in diesem Monat mit Vertretern der Wirtschaftsbehörde treffen möchte, um die Frage einer öffentlichen Beteiligung an den auf grob 120.000 Euro geschätzten Kosten für eine Instandsetzung der Hansekogge auszuloten. Mühlmeyers Konzept sieht vor, sie als eine Art Museumsschiff an die Schlachte zu legen. Da das Holz teilweise angegriffen sei, regne es bereits durch. Deswegen werde es Zeit, die Schäden zu reparieren. Das Personal dafür würde das Jobcenter suchen.

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Ob die Stadt Geld zur Verfügung stellt, ist weiter fraglich. Holger Bruns, Sprecher des Wirtschaftsressorts: „Dazu muss man ja erst mal wissen, was genau geplant ist. Das wissen wir bisher aber nicht.“

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