Gespräch mit dem WESER-KURIER

Allianz-Chefvolkswirt fordert EU-Stabilitätswächter

Der Chefvolkswirt der Allianz, Michael Heise, hat die EU vor dem Hintergrund der Schuldenkrise Griechenlands aufgefordert, eine Art Stabilitätswächter einzuführen. „In einer Währungszone sind stärkere finanzpolitische Mechanismen nötig, als bislang“, sagte er dem WESER KURIER.
16.02.2010, 16:00
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Von Günther Hörbst

Der Chefvolkswirt der Allianz, Michael Heise, hat die EU vor dem Hintergrund der Schuldenkrise Griechenlands aufgefordert, den Stabilitätspakt zu verschärfen und eine Art Stabilitätswächter einzuführen. „In einer Währungszone sind stärkere finanzpolitische Mechanismen nötig, als bislang“, sagte er dem WESER KURIER.

„Wir brauchen mehr finanzpolitische Disziplinierung.“ Um zu verhindern, dass sich die Griechenland-Krise wiederholt, seien stärkere Eingriffe in nationale Finanzpolitiken erforderlich. Zudem müsste der Stabilitätspakt deutlich verschärft und wirksamer gemacht werden. „Es bedarf klarerKriterien. Finanzpolitisches Fehlverhalten muss viel stärker thematisiert werden“, sagte Heise weiter.

Auch müsse der Stabilitätspakt insgesamt überarbeitet werden. „Man muss fragen, ob die Sanktionen die richtigen sind“, erklärt der Allianz-Chefvolkswirt. Und man müsse sich überlegen, ob Defizite die richtigen Kriterien seien. Defizite könne man so oder so rechnen. Und vor allem könne man sie schönen. „Man sollte von den Staaten der Währungsunion genaue Ausgabe- und Einnahmeszenarien einfordern“, forderte Heise weiter. „Die sind leichter zu kontrollieren, als Defizitangaben. Und dann müsste man sich neue Sanktionen überlegen, die greifen, wenn diese Auflagen nicht eingehalten werden.“

Das komplette Interview lesen Sie morgen im WESER-KURIER.

 

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