Neue Ariane-6-Rakete Erste Oberstufe verlässt Bremen

Die erste Oberstufe der neuen Ariane-6-Rakete hat das Bremer Werk der Ariane Group verlassen. In der Nacht hat sich der Schwertransport auf den Weg gemacht. Ins All wird die Stufe allerdings nicht fliegen.
29.01.2021, 13:38
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Erste Oberstufe verlässt Bremen
Von Stefan Lakeband

Im Schneckentempo hat sich die erste Oberstufe der neuen Ariane-6-Rakete in der Nacht auf Freitag auf den Weg gemacht. Vom Werk der Ariane Group in der Airport-Stadt ging es auf einem Tieflader zum Neustädter Hafen. Dort wird der Spezialcontainer mit der Oberstufe auf ein Schiff geladen. Ins All fliegen wird die Oberstufe aber nicht.

Rund fünf Stunden waren für die etwa acht Kilometer lange Strecke eingeplant. Dafür wurden extra Straßen gesperrt, Ampeln aus dem Weg geräumt und Oberleitungen von Bahnen hochgehoben. Für die logistische Höchstleistung haben die Ausmaße des Containers gesorgt: Er ist 14 Meter lang und mehr als sechs Meter breit. „Auf diesen Tag haben wir lange hingearbeitet“, sagt Jens Laßmann, Standortleiter von Ariane Group. Allein in Bremen hätten rund 250 Menschen an dem Projekt gearbeitet.

In gut einer Woche soll die Oberstufe an ihrem Ziel ankommen: Lampoldshausen in Baden-Württemberg. Am dortigen Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt wurde eigens ein Teststand gebaut, der Bedingungen wie im Weltraum simulieren soll. „Wie ein Erstflug am Boden“, so beschreibt Laßmann, was dort mit der Oberstufe passieren soll.

In diesem Jahr wird die Ariane Group noch zwei weitere Oberstufen bauen. Eine soll dann am Weltraumbahnhof in Französisch-Guayana getestet werden; die andere wird Richtung Weltall abheben. Nach den ursprünglichen Plänen hätte das jedoch längst geschehen sollen. Durch Verzögerungen und die Corona-Pandemie hat sich der Premierenflug aber auf die zweite Jahreshälfte 2022 verschoben.

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