Bremerhaven mit leichtem Plus Autoumschlag in Bremer Häfen bricht ein

Beim Gesamtumschlag gab es mit 34,5 Millionen Tonnen im ersten Halbjahr ein Minus von 4,3 Prozent. Dieser Rückgang resultierte aus geringeren Umschlagsmengen in den stadtbremischen Häfen.
25.08.2020, 21:41
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Autoumschlag in Bremer Häfen bricht ein
Von Peter Hanuschke

Der Containerumschlag in den bremischen Häfen lag im Juni bei 375 000 Standardcontainern (TEU). Das ist die bislang geringste Monatsmenge innerhalb des ersten Halbjahres. Das geht aus der Schnellstatistik hervor, die das Häfenressort monatlich veröffentlicht. Insgesamt lag der Containerumschlag in den ersten sechs Monaten bei 2,366 Millionen Tonnen.

Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres entspricht das einem Umschlagrückgang von 4,8 Prozent. Beim Gesamtumschlag gab es mit 34,5 Millionen Tonnen ein Minus von 4,3 Prozent. Dieser Rückgang resultiert aus geringeren Umschlagsmengen in den stadtbremischen Häfen: Dort sank die Gütermenge um 27,2 Prozent auf 4,779 Millionen Tonnen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In Bremerhaven gab es hingegen ein Plus von 0,8 Prozent.

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„Trotz der Covid-19-Pandemie konnten sich die bremischen Häfen stabil am Markt behaupten und verzeichneten deutlich geringere Umschlagsrückgänge, als sie zu Beginn der Pandemie befürchtet wurden“, heißt es aus dem Häfenressort. „Wenn wir uns die Zahlen im Detail anschauen, sehen wir ein sehr differenziertes Bild“, so Häfensenatorin Claudia Schilling (SPD). „Während der Automobilumschlag pandemiebedingt stark sinkt, fällt das Minus beim Containerumschlag beispielsweise deutlich geringer als erwartet aus.“ Der Automobilumschlag ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum laut der Schnellstatistik in den ersten sechs Monaten um 36,3 Prozent gesunken. Der Umschlag lag bei 695.000 Fahrzeugen.

Die Zahlen zeigten aber auch, dass die Häfen generell in einem robusten Zustand seien, so Schilling. Jetzt gelte es, durch Investitionen in die Hafeninfrastruktur die Leistungsfähigkeit der Häfen auch künftig aufrecht zu erhalten. Differenziert seien die Zahlen auch beim Massengut zu betrachten. Obwohl das Massengut ein Minus von 18,2 Prozent auf 3,9 Millionen Tonnen verzeichnete, stieg der Umschlag von flüssigem Massengut um 6,8 Prozent auf 1,07 Millionen Tonnen.

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