In der Bremer Verwaltung und im Vertrieb Mondelez entlässt knapp 70 Beschäftigte

Der Lebensmittelkonzern Mondelez will die Bremer Verwaltung und den Vertrieb zusammenstreichen. Davon sind voraussichtlich 70 Beschäftigte betroffen. Die Gewerkschaft NGG verhandelt über einen Sozialplan.
27.01.2021, 21:00
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Mondelez entlässt knapp 70 Beschäftigte
Von Florian Schwiegershausen

Beim Lebensmittelkonzern Mondelez, zu dem die Marken Milka und Philadelphia gehören, stehen knapp 70 Beschäftigte vor der Entlassung. Das hat Mondelez dem WESER-KURIER bestätigt. Der Geschäftsbereich „Meals“ mit den Marken Philadelphia und Miracel Whip soll ins Gesamtgeschäft mit Snacks und Süßwaren integriert werden. Dadurch werden in der Bremer Verwaltung und bundesweit im Außendienst zusammen knapp 70 Stellen abgebaut.

Als Begründung nennt Mondelez: „Durch die Covid-19-Pandemie müssen wir, wie viele andere, mit einer neuen Realität und neuen Herausforderungen umgehen. Unsere Geschäftsstrategie bleibt unverändert.“ Man wolle sich auf das Kerngeschäft konzentrieren und gestärkt aus der Krise hergehen. Dieter Nickel, Chef der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), in Bremen, sieht die Pandemie als vorgeschobenen Grund für die Entlassung: „Corona kann nicht für alles herhalten, das Geschäft bei Mondelez läuft gut.“

Laut Mondelez ist es Ziel, betriebsbedingte Kündigungen soweit wie möglich zu vermeiden. Das Unternehmen gehe davon aus, dass die Zahl der betroffenen Mitarbeiter geringer sei als die genannten 70 Stellen. Unternehmen, Betriebsrat und Gewerkschaft verhandeln über Abfindungen und einen Sozialplan für die betroffenen Mitarbeiter. Von den bundesweit knapp 2000 Beschäftigten arbeiten etwa 500 am Verwaltungssitz in Bremen.

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