Kommentar zum Aus für die Geldkarte

Freiwillig gläsern

Die Geldkarte ist eine praktische Erfindung. Doch vielen erscheint das kontaktlose Bezahlen bequemer. Warum Kunden bei dieser Bequemlichkeit vorsichtig sein sollten, kommentiert Florian Schwiegershausen.
01.10.2020, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Florian Schwiegershausen
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Das Ende der Geldkarte: Gegen das kontaktlose Bezahlen mit Karte oder Smartphone hat sie keine Chance.

Norbert Försterling /dpa

Es passiert immer wieder, gerade wenn man an der Straße ein Parkticket ziehen will: Es ist gerade kein Kleingeld im Portemonnaie für den Parkschein. Praktisch ist es da, wenn man auf seiner Geldkarte Guthaben hat. Auch damit kann man an Bremens Parkscheinautomaten ein Ticket ziehen.

Doch vielen ist diese Funktion gar nicht bekannt. So zeigt auch die Statistik der Euro Kartensysteme, dass wohl nur 0,75 Prozent aller im Umlauf befindlichen Geldkarten aktiv genutzt werden – zum Beispiel auch, um am Automaten eine Schachtel Zigaretten zu ziehen.

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Gegen das kontaktlose Bezahlen mit Karte oder Smartphone hat die Geldkarte keine Chance. Vielen Verbrauchern erscheint es einfach bequemer – auch gerade während der Corona-Pandemie –, mal eben schnell Karte oder Smartphone vor das Zahlungsgerät zu halten.

Was sie dabei aber nicht vergessen sollten: Sie geben damit mehr Daten von sich preis, als wenn sie eine Zahlung mit der Geldkarte tätigen. Die ist anonymer und funktioniert wie eine virtuelle Geldbörse. Wenn am Ende die Bequemlichkeit siegt, wird der Kunde noch gläserner.

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