Niedersachsen und Bremen

Erneut Zugausfälle und Verspätungen am Freitag

Bahnreisende in Niedersachsen und Bremen müssen auch am Freitag wieder Verspätungen und Zugausfälle in Kauf nehmen. Der Streik geht weiter.
03.09.2021, 07:14
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa
Erneut Zugausfälle und Verspätungen am Freitag

Eine Hinweistafel weist auf Züge hin, die an diesem Tag nicht fahren.

Frank Rumpenhorst

Auch am Freitag müssen Bahnreisende in Niedersachsen und Bremen wegen des Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) mit Zugausfällen und Verspätungen rechnen. Der Verkehr sei auch am zweiten Streiktag stabil angelaufen, teilte die Deutsche Bahn am Freitagmorgen mit. „Wir liegen mit unserem Ersatzfahrplan komplett im Soll“, sagte ein Sprecher.

Im Regionalverkehr fahren rund 40 Prozent der Züge. So fährt der RE 1 zwischen Norddeich(Mole), Bremen und Hannover voraussichtlich im Zweistundentakt, ebenso wie der RE9 zwischen Bremen Hauptbahnhof und Osnabrück.

Bei der S-Bahn kommt es ebenfalls zu Einschränkungen. Die Züge der Linie S5 zwischen dem Flughafen Hannover und Hameln/Bad Pyrmont verkehren im Stundentakt, zwischen Hameln und Paderborn im Dreistundentakt. Die Linien S1 und S2 werden im Zweistundentakt bedient. Die Linien der S4 (Bennemühlen - Hannover Hbf - Hildesheim Hbf) fallen voraussichtlich aus. Alternativ fahren auf der Strecke Hannover Hbf und Hildesheim Hbf die Züge des erixx.

Im Fernverkehr hatte die Bahn angekündigt, jeden vierten Zug fahren zu lassen. Am Wochenende könne das Angebot auf 30 Prozent erhöht werden, teilte die Bahn am Freitagmorgen mit.

Die Lokführergewerkschaft kämpft um mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen für ihre Mitglieder. Mit dem auf mehr als fünf Tage angesetzten Streik in der laufenden Tarifrunde bei der Bahn will die GDL ihren Forderungen nach insgesamt 3,2 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 28 Monaten sowie einer Corona-Prämie von 600 Euro mehr Nachdruck verleihen. Die Deutsche Bahn hatte ursprünglich eine deutlich längere Laufzeit von rund 40 Monaten angestrebt. Mit dem neuen Angebot hat sie nun 36 Monate in Aussicht gestellt sowie eine Corona-Prämie von bis zu 600 Euro.

Mit einer Einstweiligen Verfügung wollte die Bahn den Lokführerstreik am Donnerstag stoppen. Das Arbeitsgericht wies den Antrag jedoch zurück. Die Bahn hat bereits angekündigt, gegen das Urteil Berufung einzulegen. 

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