Umfrage in der Airportstadt

Firmen sehen Nachholbedarf bei Infrastruktur

Zu wenig Einkaufsmöglichkeiten, oft schlechtes Internet und kaum Möglichkeiten zur Kinderbetreuung: Die Unternehmen der Airportstadt sehen Nachholbedarf. Dennoch wollen viele von ihnen vor Ort expandieren.
21.09.2020, 07:02
Lesedauer: 1 Min
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Firmen sehen Nachholbedarf bei Infrastruktur
Von Maren Beneke

Wie zufrieden sind die Unternehmen, die sich rund um den Flughafen angesiedelt haben, mit ihrer Umgebung? Das war zentraler Gegenstand einer Umfrage der Interessengemeinschaft Airportstadt. Im März und April fragte der Verein seine 50 Mitgliedsunternehmen, die für gut 8000 Mitarbeiter stehen, was sich in ihrem Umfeld noch verbessern könnte. 22 von ihnen schickten die ausgefüllten Fragebögen zurück. Das Ergebnis liegt nun vor.

Demnach plant gut ein Drittel der Firmen, in den kommenden drei Jahren zu expandieren. Ebenfalls ein Drittel der Unternehmen stellt sich darauf ein, dass sie innerhalb der kommenden fünf Jahre zusätzliche Flächen benötigen werden. Weil Mehrfachnennungen möglich gewesen sind, ergibt sich, dass gut die Hälfte der Unternehmen innerhalb der kommenden drei bis fünf Jahre einen zusätzlichen Flächenbedarf erwartet. Zusammengerechnet entspricht dies laut dem Umfrageergebnis einer benötigten Expansionsfläche von 554 000 Quadratmetern. Und die meisten der Unternehmen (71 Prozent) wollen demnach innerhalb der Airportstadt wachsen.

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Dafür müssten sich die Voraussetzungen in der Airportstadt aber wohl weiter verbessern. Denn ein weiteres Ergebnis der Befragung ist: Das Quartier hat Nachholbedarf in Sachen Infrastruktur. Demnach bewertete mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen die Breitband-Leistung als nicht ausreichend für ihre Zwecke. 58 Prozent sind mit der Verkehrsinfrastruktur vor Ort unzufrieden und eine noch etwas höhere Anzahl der Firmen (66 Prozent) gab an, dass das gastronomische Angebot ausgebaut werden müsste. Zudem wünschen 87 Prozent der Befragten vor allem bessere Einkaufsmöglichkeiten. Einig waren sie sich alle, dass die Kinderbetreuung in der Airportstadt unzureichend ist.

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Um die Befragung auf eine größere Grundlage zu stellen, plant die Interessengemeinschaft Airportstadt, in Zukunft 30 weitere Firmen einzubinden. Schon jetzt bewertet der Verein die Ergebnisse nach eigenen Angaben aber als repräsentativ. Auch, weil die Unternehmen, die sich beteiligt haben, einen Schnitt aller Gewerbetreibenden in der Airportstadt bildeten.

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