Hafenwirtschaft Bremen fordert Hamburg zu mehr Hafen-Kooperation auf

Bremen. Bremens Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) hat Hamburg aufgefordert, in der Hafenwirtschaft stärker mit Bremen und Niedersachsen zu kooperieren. Das berichtet der Bremer WESER-KURIER (Donnerstagsausgabe).
26.05.2010, 20:06
Lesedauer: 1 Min
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Bremen. Bremens Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD) hat Hamburg aufgefordert, in der Hafenwirtschaft stärker mit Bremen und Niedersachsen zu kooperieren. „Bremen und Niedersachsen arbeiten bei der Vermarktung der Häfen als Seaports of Germany bereits eng zusammen. Ich würde mir wünschen, dass Hamburg sich in stärkerem Maße auch daran beteiligt“, sagte Günthner dem WESER-KURIER (Donnerstagsausgabe).

„Die Zukunft liegt in der Kooperation – vor allem der drei Nordhäfen“. Die Konkurrenz der Häfen Hamburg, Bremerhaven und des JadeWeserPort sei Rotterdam. „Und das ist eine starke Konkurrenz“, sagte der SPD-Politiker.

Das wüssten auch die Hamburger. „Und auch deshalb gibt es eine Tendenz neu über Kooperationsmöglichkeiten nachzudenken“, sagte der Wirtschaftssenator. „Bremen ist offen dafür. Jetzt ist Hamburg am Zug.“ Bremen habe mit Maersk die weltgrößte Containerreederei an Bremerhaven gebunden. Die Hansestadt werde absehbar die Außenweser vertiefen. „Wir sind stark“, sagte er. „Und diese Stärke ist eine gute Voraussetzung für eine enge Kooperation mit Hamburg und Niedersachsen.

Der SPD in Niedersachsen forderte Günthner dazu auf, ihre Kritik am Tiefwasserhafen JadeWeserPort in Wilhelmshaven  zu beenden. „Der Hafen ist von herausragender Bedeutung für Bremen und Niedersachsen. Das ist ein Jahrhundertprojekt“, sagte er. „Deshalb ist die Frage, ob der Hafen im Juni, Juli oder August eines Jahres an den Start geht, nicht entscheidend. Ich kann aus bremischer Erfahrung in Hafenpolitik der niedersächsischen Opposition nur raten, die Bedeutung des Projektes für den Norden entsprechend hoch einzuschätzen und nicht für vorgezogenen Wahlkampf  zu missbrauchen. Das gilt auch und gerade für meine Genossen in Wilhelmshaven und Hannover. Die sollten mit der Landesregierung an einem Strang ziehen, weil das am Ende gut für unser gemeinsames Projekt und unsere Länder ist.“

 

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