SPD begräbt Skepsis

Bremen will Nord/LB helfen

Bremen. Nach Informationen des WESER-KURIER ist die Bremer SPD von ihrer grundsätzlichen Skepsis gegenüber einer Umwandlung der stillen Einlagen der Hansestadt bei der Bremer Landesbank abgerückt.
14.04.2012, 05:00
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Bremen. Nach Informationen dieser Zeitung ist die Bremer SPD von ihrer grundsätzlichen Skepsis gegenüber einer Umwandlung der stillen Einlagen der Hansestadt bei der Bremer Landesbank abgerückt. Auch der SPD-Bundestagsabgeordnete Carsten Sieling sagt im Interview mit dieser Zeitung: "Die Wandlung wäre aus meiner Sicht die beste Option, unter der Bedingung, dass das Bremer Geld und die Bremer Landesbank nicht gefährdet werden."

Die Freie Hansestadt Bremen hält 480Millionen Euro an stillen Einlagen an der Bremer Landesbank, die zu 92,5 Prozent der Nord/LB gehört. Auf Druck der Europäischen Finanzaufsicht (EBA) muss die Nord/LB bis Ende Juni ihre Kernkapitalquote auf neun Prozent erhöhen. Das kann sie nur, wenn Bremen seine stillen Einlagen bei der Landesbank in haftendes Kapital umwandelt.

Das Wertgutachten zur Bremer Landesbank liegt inzwischen vor, bestätigte Finanzsenatorin Karoline Linnert. Die Verhandlungen zwischen Bremen und Niedersachsen über die Bedingungen einer Zustimmung laufen auf Hochtouren. Bremens Entscheidung ist für die Bürgerschaftssitzung im Mai geplant. "Die Zustimmung zur Wandlung ist aber nicht gesetzt, das muss ausverhandelt werden", so Linnert. "Zeitnot hat die Nord/LB, nicht die Freie Hansestadt Bremen." (wk)

Ein Interview mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Carsten Sieling lesen Sie in der Sonnabendausgabe des WESER-KURIER.

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