Offshore in Bremerhaven Bremen zahlt Terminal selbst

Bremen. Das Land Bremen will den Offshore-Terminal in Bremerhaven nach dem Scheitern eines Investorenmodells aus eigener Kraft finanzieren. Die Gesamtkosten werden in einer Senatsvorlage mit 180 Millionen Euro angegeben.
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Bremen. Das Land Bremen will den Offshore-Terminal in Bremerhaven nach dem Scheitern eines Investorenmodells aus eigener Kraft finanzieren. Die Gesamtkosten werden in einer Senatsvorlage mit 180 Millionen Euro im Zeitraum 2013 bis 2018 angegeben. Das Kabinett will sich am kommenden Dienstag mit dem Hafen für den Umschlag von Hochsee-Windenergieanlagen befassen. Medien hatten darüber berichtet.

Gut 75 Millionen Euro sollen aus dem Sondervermögen Hafen kommen, 50 Millionen Euro sind aus höheren Gewinnabführungen der Bremer Beteiligungen vorgesehen, knapp 22 Millionen Euro aus Investitionsmitteln des Gesamthaushalts. Außerdem sollen Umschichtungen, Einsparungen und Mehreinnahmen zur Finanzierung beitragen.

Ein Verzicht auf den Offshore-Terminal in Bremerhaven in unmittelbarer Nähe zahlreicher Hersteller von Bauteilen für Windenergieanlagen würde der Vorlage zufolge die Chancen Bremens und Bremerhavens in diesem Markt erheblich reduzieren. Trotz gestiegener Risiken gebe es einen Bedarf für die Hafenanlage. Baubeginn soll Mitte 2014 sein.

Aus Flächenpacht und Hafenentgelten kann Bremen nach der Vorlage mit 102 Millionen Euro Einnahmen innerhalb von 30 Jahren rechnen. Einer Studie zufolge sollen bis zu 160 vollständige Anlagen pro Jahr über das Terminal verschifft werden. Einschließlich neuer Gewerbeansiedlungen könnten zwischen 7000 und 14 000 neue Arbeitsplätze entstehen. Bremerhaven könnte im besten Fall bis zu 4900 Einwohner hinzugewinnen.

Der CDU-Wirtschaftsexperte und Landesvorsitzende Jörg Kastendiek kritisierte den Plan des Senats am Freitag. Das Finanzierungskonzept enthalte zu viele Risiken. Vor allem die kalkulierten Einnahmen aus Erträgen bremischer Gesellschaften seien unsicher. Zudem sei zweifelhaft, ob diese Erträge überhaupt für das Projekt verwendet werden dürften. "Der Schwerlasthafen ist für den Ausbau der regenerativen Stromerzeugung unverzichtbar. Deshalb ist eine solide Finanzierung wichtig", betonte der Oppositionspolitiker. (dpa)

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