Bilanz des Jahres 2018

Bremer Flughafen: Verlust niedriger als erwartet

Der Flughafen Bremen hat im vergangenen Jahr ein leichtes Minus erwirtschaftet. Laut Geschäftsführung ist der Verlust aber wesentlich niedriger als ursprünglich erwartet.
06.05.2019, 16:53
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Bremer Flughafen: Verlust niedriger als erwartet
Von Peter Hanuschke
Bremer Flughafen: Verlust niedriger als erwartet

Die Flughafen Bremen GmbH hat das vergangene Jahr 2018 mit einem Minus von 110.000 Euro abgeschlossen. Damit fiel das Defizit geringer aus als erwartet.

Christina Kuhaupt

Die Flughafen Bremen GmbH hat das vergangene Jahr 2018 mit einem Minus von 110.000 Euro abgeschlossen. „Insgesamt sind wir mit dem vergangenen Jahr zufrieden“, kommentiert Ekkehart Siering, Aufsichtsratschef der Flughafen Bremen GmbH und Staatsrat beim Wirtschaftssenator den aktuellen Geschäftsbericht, der nun offiziell vorgelegt wurde. „Der Flughafen konnte die Investitionen erneut aus eigener Kraft stemmen, hat seine Altverbindlichkeiten mit mehreren Millionen Euro Abtrag erneut verringert." Bei den Passagierzahlen habe es ein leichtes Wachstum gegeben. 2,561 Millionen Passagiere nutzen im vergangenen Jahr den Airport. Das ist etwa ein Prozent mehr als 2017.

„Es ist gut, dass wir ein leichtes Passagierplus in 2018 verzeichnen konnten„, so Flughafen-Geschäftsführer Elmar Kleinert. “Dazu fällt der Verlust von 110.000 Euro um 2,565 Millionen Euro geringer aus, als unsere Planzahl für 2018.„ Mit Swiss und Wizz Air habe der Flughafen “zwei starke Partner„ an den Standort holen können. Dennoch dürfe nicht vergessen werden, “dass uns die Insolvenzen 2018 von Sky Works und Small Planet auch getroffen haben.“ Verschmerzen musste der Flughafen auch die Schließung der Ryanair-Crew-Base. Dennoch bekenne sich Ryanair zum Standort.

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Das geringer als geplant ausfallene Minus begründet der Flughafen unter anderem mit unerwartet hohen Aviations- und Abfertigungserlösen. So gab es bei den Starts- und Landungen ein Wachstum von 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Einnahmen im Non-Avations-Bereich – etwa Erträge aus Mieten der Geschäfte im Flughafen – seien gestiegen. Hinzu komme die Auflösung von Rückstellungen. Außerdem seien auf der Aufwandseite geringere Verwaltungs- sowie Personalkosten angefallen, und es habe weniger Ausgaben für Betriebsmittel aufgrund des milden Winters gegeben. Des weiteren wirkten sich ein paar größere Projekte hinsichtlich Instandhaltung der Infrastruktur finanziell erst in diesem Jahr aus.

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