Im bundesweiten Vergleich

Bremer HKK vermögendste Ersatzkasse Deutschlands

Die HKK, die ihren Sitz in Bremen hat, ist die vermögendste Krankenkasse Deutschlands. Das hat der jährlich erscheinende Vergleich des Dienstes für Gesellschaftspolitik ergeben.
16.01.2020, 14:44
Lesedauer: 2 Min
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Bremer HKK vermögendste Ersatzkasse Deutschlands
Von Florian Schwiegershausen
Bremer HKK vermögendste Ersatzkasse Deutschlands

Die Bremer HKK ist laut einem aktuellen Vergleich die vermögendste Ersatzkasse Deutschlands. Aber auch die AOK Bremen/Bremerhaven und die BKK Firmus haben in diesem Ranking gut abgeschnitten.

Christina Kuhaupt

Die Handelskrankenkasse (HKK) mit Sitz in Bremen ist die vermögendste Ersatzkasse Deutschlands. Das hat die jährliche Auswertung des Berliner gesundheitspolitischen Hintergrunddienstes „DFG - Dienst für Gesellschaftspolitik“ ergeben. Demnach betrug das Gesamtvermögen je Versichertem 670,64 Euro für das Jahr 2018. Der DFG hat dazu die Bilanzen von 2018 aller Krankenkassen in Deutschland ausgewertet. Das sind die aktuellsten Zahlen, weil viele Kassen ihre Bilanzen für das abgelaufene Jahr erst noch veröffentlichen werden.

Im Gesamtvergleich aller Krankenkassen bundesweit liegt die HKK damit auf dem zwölften Platz. Gleich einen Platz dahinter ist die AOK Bremen/Bremerhaven gelandet. Sie verfügte 2018 über ein Gesamtvermögen je Versichertem von 637,36 Euro. Die reichste aller Krankenkassen bundesweit war im Vergleichsjahr die AOK Sachsen-Anhalt mit einem Gesamtvermögen von 1200,86 Euro je Versichertem.

AOK Bremen/Bremerhaven verdoppelt Rücklagen

Was die Rücklagen angeht, hat der DFG die AOK Bremen/Bremerhaven namentlich erwähnt. Denn sie konnte die Rücklagen pro Versichertem von 136,65 EUR im Jahr 2017 auf 276,34 EUR im Jahr 2018 fast verdoppeln. Damit landete die Ortskrankenkasse im Gesamtvergleich auf dem siebten Platz, während auch hier die AOK Sachsen-Anhalt mit einem Wert von 344,80 Euro ebenfalls Spitzenreiter war. Die HKK landete hier auf dem 30. Platz. Sie verfügte über eine Rücklage je Versichertem von 207,99 Euro – das gleichzeitig, obwohl sie in dem Jahr aufgrund ihres von den Versicherten erhobenen Zusatzbeitrags eine der günstigsten Krankenkassen Deutschlands war. Bei den Rücklagen landete die BKK Firmus, die ihren Verwaltungssitz ebenfalls in Bremen hat, auf dem zwölften Platz. Sie hatte bis Ende 2018 eine Rücklage pro Versichertem von 255,70 Euro gebildet.

Es ist zu erwarten, dass es spätestens zum Ende diesen Jahres nicht bei diesen Rücklagenwerten bleiben wird. Bei zu erwartenden steigenden Ausgaben haben nämlich AOK Bremen/Bremerhaven, die BKK Firmus und die HKK den Zusatzbeitrag, den Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils zur Hälfte zahlen, unverändert gelassen. Der liegt bei der BKK Firmus weiterhin bei 0,44 Prozent, bei der AOK Bremen/Bremerhaven bei 0,7 Prozent und bei der HKK bei 0,39 Prozent. Dass die Rücklagen zusammenschmelzen, ist im Sinne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Der hatte dies bereits angesichts der hohen Reserven vor mehr als einem Jahr gefordert.

Betriebskrankenkassen bilden das Schlusslicht

Schlusslicht auf Platz 107 bei den Rücklagen ist die Betriebskrankenkasse BKK Herkules. Sie hatte eine Reserve von 38,30 je Versichertem. Letzter beim Gesamtvermögen je Versichertem ist die BKK Wirtschaft und Finanzen mit 90,66 Euro je Versichertem.

Seit 2004 erhebt der DFG, den es seit 1962 gibt, sein Ranking der Mitglieder und Versicherten aller deutschen Krankenkassen in Zusammenarbeit mit dem gesundheitsökonomischen Forschungsinstitut Wig2 in Leipzig.

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