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BIAS Modernste Lasertechnik am Standort Bremen

Forschende am BIAS nutzen Hochleistungslaser, um die Energiewende voranzutreiben. Wasserstoff etabliert sich als Forschungsfeld.
07.03.2023, 13:51 Uhr
Lesedauer: 2 Min
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Von AH

1977 ging das Bremer Institut für angewandte Strahltechnik, kurz BIAS, als erstes deutsches ziviles Forschungsinstitut in der Lasertechnik an den Start und blieb dem Standort Bremen stets treu. Der erste Hochleistungslaser des Instituts war mit 5 Kilowatt Strahlleistung der damals leistungsstärkste Laser in Europa und somit international bekannt und wurde umgangssprachlich der „Blaue Klaus“ genannt.

Damals wie heute leisten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des BIAS Pionierarbeit auf verschiedenen Gebieten im Bereich der Lasermaterialbearbeitung und der optischen Messtechnik. In den Laboren steht eine Vielzahl an Hochleistungslaseranlagen, die im Zusammenspiel mit modernsten Analysetools den Forschenden und auch den Industriekunden am Standort im Technologiepark der Universität die Entwicklung der Technologien von morgen ermöglichen. An industrienahen Bearbeitungsstationen entwickeln sie Prozesse für die Serienfertigung und helfen die Entwicklung nachhaltiger Energiesysteme, Technologien und Produkte voranzutreiben, Qualität zu steigern sowie die Kosten und den Energieverbrauch zu senken.

Mit einem klaren Fokus auf die fertigungstechnischen Herausforderungen für die Wasserstoffwende ist in den letzten Jahren die Vision einer nachhaltigeren Zukunft fundamentaler Teil der Ausrichtung des Instituts geworden. Aktuell wird hierbei entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Wasserstoffs geforscht, damit die benötigte Großserienfertigung anlaufen kann. Beispielsweise benötigen industrielle Elektrolyseure zur Herstellung von Wasserstoff pro Anlage mehrere Kilometer an Schweißnahtlänge, sodass schnelle Schweißprozesse unerlässlich für die benötigte Herstellproduktivität sind. Hier kann das Laserstrahlschweißen sein volles Potential ausschöpfen, benötigt aber die Expertise der Wissenschaft, um eine absolute Fehlerfreiheit und somit Dichtigkeit garantieren zu können. Auch die Speicherung und der Transport von Wasserstoff erfordern neue Konzepte, die beispielsweise über lasergedruckte und verschweißte Materialien realisiert werden können. Und schlussendlich wird auch bei der Umwandlung von Wasserstoff zurück in Strom mittels Brennstoffzellen Laserstrahlung an mehreren Stellen verwendet, unter anderem um den Wirkungsgrad über mikroskopisch kleine Oberflächenstrukturen zu steigern. Der Laser und die Weiterentwicklung der Laserverfahren durch junge und motivierte Forschende spielen also eine Schlüsselrolle bei der Etablierung von Wasserstofftechnologien in unserem Alltag.

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