Krankenstand im Jahr 2009 Bremer melden sich selten krank

Bremen. Die Arbeitnehmer in Bremen und Niedersachsen meldeten sich im Jahr 2009 deutlich seltener krank als in vergleichbaren Bundesländern. Das geht aus Zahlen hervor, die die Krankenkassen BKK, HKK und AOK am Mittwoch vorlegten.
21.07.2010, 14:22
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Bremer melden sich selten krank
Von Birgit Bruns

Bremen. Die Arbeitnehmer in Bremen und Niedersachsen meldeten sich im Jahr 2009 deutlich seltener krank als in vergleichbaren Bundesländern. Das geht aus Zahlen hervor, die die gesetzlichen Krankenkassen BKK, HKK und AOK am Mittwoch vorlegten.

Demnach fehlten die BKK-Versicherten aus Bremendurchschnittlich an 14 Arbeitstagen im Jahr 2009. Damit lagen sie laut Wolfgang Meyer, Sprecher des BKK Landesverband Mitte, deutlich unter den anderen Stadtstaaten. In Berlin meldeten sich die Versicherten an 16,7 Tagen krank und in Hamburg an 14,4 Tagen.

Bei den Bremer Versicherten der AOK sieht es ähnlich aus, bestätigte Sprecher Jörn Hons am Mittwoch. Etwa 5,4 Prozent der Bremer AOK-Versicherten fehlten demnach durchschnittlich bei der Arbeit, in Berlin und Hamburg waren es 5,6 Prozent.

Zwar steht Bremen im Vergleich der Stadtstaaten gut da, doch sobald die Flächenländer ins Spiel kommen, zeigt sich ein anderes Bild. In Niedersachsensind die Zahlen noch geringer als in Bremen. Laut Meyer meldeten sich die BKK-Versicherten aus Niedersachsen im Jahr 2009 durchschnittlich an 13,7 Tagen krank, so selten wie in keinem anderen norddeutschen Bundesland.

Die AOK bestätigt diesen Trend: 4,3 Prozent der AOK-Versicherten in Niedersachsen kamen 2009 wegen einer Krankheit nicht zur Arbeit.

Die HKK unterscheidet nicht zwischen ihren Versicherten in Bremen und Niedersachsen. Im Jahr 2009 waren laut Sprecher Holm Ay in Bremen und im nordwestlichen Niedersachsen 3,1 Prozent der HKK-Versicherten krank.

Das liegt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 4,8 Prozent. Deutschlands niedrigste Krankenstände gab es 2009 laut BKK in Bayern (12,9 Fehltage) und Baden-Württemberg (12,7 Fehltage).

Einen eindeutigen Grund für diesen Unterschied zwischen den Stadtstaaten und Flächenländern konnte Jörn Hons von der Bremer AOK nicht nennen. Er vermutet aber, dass in den Stadtstaaten einfach mehr ältere Menschen leben und es außerdem eine differenziertere Sozialstruktur gibt.

Im Vergleich zum Vorjahr habe der Krankenstand in Bremen und Niedersachsen etwas zugenommen, melden beide Krankenkassen. Einen Grund für den Anstieg nannten sie nicht. "Das wäre reine Spekulation", sagte Hons. Seiner persönlichen Meinung nach habe es jedenfalls nichts mit der wirtschaftlichen Lage Deutschlandszu tun.

Etwa jeder vierte Bremer und Niedersachse ist bei der BKK versichert. Die AOK betreut in Bremen rund 220.000 Versicherte. Bei der HKK sind insgesamt 332.000 Menschen versichert, davon lebt etwa ein Drittel in Bremen und der Rest im nordwestlichen Niedersachsen.

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