Bremer Raumfahrtunternehmen OHB klagt gegen Galileo-Vergabe der EU

Das Bremer Raumfahrtunternehmen OHB geht gerichtlich gegen die Entscheidung der EU vor, neue Galileo-Navigationssatelliten von der Konkurrenz bauen zu lassen.
03.02.2021, 19:39
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Von dpa

Ein OHB-Sprecher bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ („FAZ“/Donnerstag). Es sei Klage beim Gericht der Europäischen Union (EUG) eingereicht worden, sagte der Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Daraufhin habe das Gericht die Unterzeichnung der Pläne mit Airbus und Thales ausgesetzt.

Lesen Sie auch

Laut dem „FAZ“-Bericht gab sich die Europäische Raumfahrtagentur ESA überrascht vom Einspruch von OHB, die EU-Kommission zeigte sich gelassen. Es sei das gute Recht von Unternehmen, Entscheidungen überprüfen zu lassen, hieß es demnach aus dem Umfeld des zuständigen Binnenmarktkommissars Thierry Breton.

Lesen Sie auch

Der Bremer Raumfahrtkonzern hat dem Unternehmenssprecher zufolge sämtliche Satelliten der ersten Galileo-Generation gebaut. 22 seien bereits im All, weitere 12 fertiggestellt. Nachdem der deutsch-französische Airbus-Konzern und die italienisch-französische Thales Alenia Space den Zuschlag der EU erhalten hatte, sprach OHB-Vorstandschef Marco Fuchs von einem großen Misserfolg.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+