Erstes Quartal

Bremische Häfen steigern Gesamtumschlag

Die bremischen Häfen haben im ersten Quartal ein Plus von 1,1 Prozent beim Gesamtumschlag im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hingelegt. Im zweiten Quartal wird wegen der Corona-Krise mit einem Minus gerechnet.
20.05.2020, 05:00
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Bremische Häfen steigern Gesamtumschlag
Von Peter Hanuschke

In den bremischen Häfen läuft es – zumindest trifft das aufs erste Quartal dieses Jahres zu: Trotz der bereits beginnenden Coronakrise gab es beim Gesamtumschlag im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Plus von 1,1 Prozent, absolut gingen 17,8 Millionen Tonnen über die bremischen Kaikanten.

Fürs zweite Quartal rechnet Häfensenatorin Claudia Schilling (SPD) erwartungsgemäß mit einem Minus: Der Rückgang werde aber nicht an allen Terminals gleichermaßen geschehen, „sondern jeweils von den spezifischen Marktgegebenheiten und Kundenstrukturen abhängig sein“. In den ersten drei Monaten hatte vor allem das Exportgeschäft für das Plus gesorgt, es stieg um 4,7 Prozent auf neun Millionen Tonnen.

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Zuwächse gab es unter anderem auch beim Stückgutumschlag um 2,6 Prozent (15,8 Millionen Tonnen), das nicht containerisierte Stückgut stieg um 11,9 Prozent (2,4 Millionen Tonnen). Beim Containerumschlag gab es ein Minus von 2,8 Prozent (1,2 Millionen Standardcontainer TEU). „Die Entwicklung im ersten Quartal zeigt mir, dass die generelle Aufstellung unserer Häfen gut und robust ist.

Dies ist eine gute Basis für die Zeit nach der Pandemie", so Claudia Schilling. Aufgrund des durch die Covid-19-Pandemie ausgelösten frühen Produktionsstopps mancher Zuliefererfirmen für die Autohersteller habe es beim Fahrzeugumschlag einen Rückgang um 15,8 Prozent auf 455 000 Fahrzeuge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gegeben.

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"Für den weiteren Verlauf des Jahres haben wir Hoffnung, dass der Umschlag wieder anziehen wird", so Schilling. Deshalb sei es gerade in diesen Zeiten so immens wichtig, dass man weiter in die bremischen Häfen und in die Infrastruktur des Hinterlands investiere, um wettbewerbsfähig zu bleiben. "Wir wollen die bereits geplanten Maßnahmen weiter gezielt vorantreiben und dabei die Planung neuer Infrastrukturprojekte nicht aus den Augen lassen.“

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