Kooperation zwischen HHLA und Eurogate

Senatoren befürworten Containerterminal-Verbund

Vier Senatoren aus Hamburg und Bremen haben sich klar für eine Kooperation zwischen den Containerterminal-Betreibern HHLA und Eurogate ausgesprochen.
24.09.2021, 18:16
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Senatoren befürworten Containerterminal-Verbund
Von Peter Hanuschke

Zu einer möglichen Kooperation zwischen den beiden dominierenden Terminalbetreiber im Containergeschäft der deutschen Seehäfen – der HHLA aus Hamburg und Eurogate aus Bremen – haben sich jetzt auch Senatoren aus Hamburg und Bremen öffentlich positiv geäußert. "Wir sind davon überzeugt, dass ein Verbund sinnvoll ist und perspektivisch zu einer Stärkung der maritimen Standorte in der Deutschen Bucht führt", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von vier Senatoren. Zu ihnen gehören Bremens Senatorin für Wissenschaft und Häfen Claudia Schilling, Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (beide SPD), Bremens Finanzsenator Dietmar Strehl (Grüne) sowie der Hamburger Senator für Wirtschaft und Innovation Michael Westhagemann (parteilos).

"Die vorhandenen Potenziale bei den Zukunftsthemen Innovation und Nachhaltigkeit sollten genutzt werden, um ein leistungsstarkes und wettbewerbsfähiges Unternehmen zu entwickeln, das für zukunftssichere Beschäftigung und nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg steht", ermutigen die Politiker die beteiligten Unternehmen, ihre Bemühungen fortzusetzen, um zu einer für alle Seiten interessengerechten Lösung zu kommen. "Wir werden diesen Prozess weiterhin eng und konstruktiv begleiten." Es liege aber in erster Linie in der Verantwortung der beteiligten Unternehmen, die notwendigen Entscheidungen vorzubereiten und zu treffen. Die HHLA ist mehrheitlich im Eigentum der Stadt Hamburg, und bei Eurogate hält Bremen über die BLG Logistics Group die Hälfte. Die anderen 50 Prozent gehören zum Hamburger Unternehmen Eurokai.

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Beide Unternehmen hatten jüngst unabhängig voneinander Vorstudien erstellen lassen, die beide zu dem Ergebnis kommen, dass eine enge Kooperation oder gar eine Fusion der Umschlagsgeschäfte beider Betreiber erhebliche Potenziale für die Steigerung von Effizienz und Produktivität bieten. Die Idee für eine Kooperation gibt es seit über einem Jahr. Bislang hat es in den vergangenen Monaten seitens der HHLA und Eurogate zu mehr als Lippenbekenntnissen, Gespräche führen zu wollen, nicht gereicht.

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