Mercedes-Werk in Bremen Daimler feilt an Einsparungen

Bremen. Mit einem neuen Rationalisierungsprogramm namens "Fit for Leadership" will der Autobauer Daimler seine Kosten drastisch senken. Entscheidungen über einen Stellenabbau gebe es bisher jedoch nicht, betont eine Unternehmenssprecherin.
14.03.2013, 05:00
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Daimler feilt an Einsparungen
Von Petra Sigge

Bremen. Mit einem neuen Rationalisierungsprogramm namens "Fit for Leadership" will der Autobauer Daimler seine Kosten drastisch senken. Ab 2015 sollen demnach jährlich rund zwei Milliarden Euro eingespart werden. Entscheidungen über einen Stellenabbau gebe es bisher jedoch nicht, betonte am Mittwoch eine Unternehmenssprecherin gegenüber dieser Zeitung.

Das "Manager-Magazin" hatte zuvor gemeldet, dass Daimler bei seiner Pkw-Sparte Mercedes mehr als 1000 Arbeitsplätze außerhalb der Produktion streichen wolle. Betroffen seien vor allem Beschäftigte im Vertrieb sowie im Personal- und Finanzressort.

Die Unternehmenssprecherin dementierte die Zahlen. Sicher überprüfe Daimler im Rahmen des Programms "Fit for Leadership", wo Mercedes noch effizienter werden könne. "Und da guckt man sich natürlich alle Stellhebel an" – einschließlich der Produktion, wie die Sprecherin auf Nachfrage erklärte. Aber konkrete Personalzahlen stünden bisher nicht dahinter.

Das bestätigt auch der Betriebsratsvorsitzende des Bremer Mercedes-Werks, Uwe Werner. "Im Moment werden alle Prozesse durchleuchtet und es wird geschaut, wo es vielleicht doppelte Arbeiten gibt oder wo Aufgaben zentralisiert oder standardisiert werden können", sagt Werner. Er ist Mitglied im Gesamtbetriebsrat und als Vorsitzender der zuständigen Kommission für alle Personalfragen im Konzern zuständig.

Auch er will die im "Manager-Magazin" genannten Zahlen nicht bestätigen. "Es gibt keine konkreten Vorgaben, wie viel Personal eingespart werden soll", erklärt Werner. Nach Angaben der Unternehmenssprecherin arbeiten in der Mercedes-Benz-Autosparte derzeit knapp 100000 Beschäftigte. Betriebsbedingte Kündigungen sind an den deutschen Konzernstandorten laut Betriebsvereinbarung bis 2016 ausgeschlossen. Freiwillige Ausscheidungsvereinbarungen könne es aber auch in Zukunft geben, sagte die Daimler-Sprecherin.

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