Dax-Vorstände wenig international

Bonn. Die Internationalisierung des Topmanagements deutscher Großkonzerne ist einer Studie zufolge ins Stocken geraten. Derzeit würden 27,8 Prozent der Vorstandsposten von Firmen aus dem Deutschen Aktienindex (Dax) von ausländischen Managern bekleidet, hieß es in einer Untersuchung der Strategieberatung Simon-Kucher & Partners. Damit befinde sich der Ausländeranteil an der Spitze der 30 größten börsennotierten Unternehmen das dritte Jahr in Folge auf gleichem Niveau. Im Jahr 2000 betrug der Ausländeranteil noch 13,3 Prozent. 60 Prozent der ausländischen Dax-Vorstände kämen aus englisch- oder deutschsprachigen Ländern, hieß es in der Studie. 15 der insgesamt 191 Dax-Manager kämen aus den USA, acht aus Österreich und fünf aus Großbritannien. Am höchsten sei der Ausländeranteil beim Dialyse-Spezialisten Fresenius Medical Care mit 86 Prozent, gefolgt vom Software-Konzern SAP und dem Industriegase-Hersteller Linde mit jeweils 60 Prozent. In 23 Prozent der Dax-Vorstände seien aber noch gar keine Ausländer vertreten.
17.07.2012, 05:00
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Von Wk

Bonn. Die Internationalisierung des Topmanagements deutscher Großkonzerne ist einer Studie zufolge ins Stocken geraten. Derzeit würden 27,8 Prozent der Vorstandsposten von Firmen aus dem Deutschen Aktienindex (Dax) von ausländischen Managern bekleidet, hieß es in einer Untersuchung der Strategieberatung Simon-Kucher & Partners. Damit befinde sich der Ausländeranteil an der Spitze der 30 größten börsennotierten Unternehmen das dritte Jahr in Folge auf gleichem Niveau. Im Jahr 2000 betrug der Ausländeranteil noch 13,3 Prozent. 60 Prozent der ausländischen Dax-Vorstände kämen aus englisch- oder deutschsprachigen Ländern, hieß es in der Studie. 15 der insgesamt 191 Dax-Manager kämen aus den USA, acht aus Österreich und fünf aus Großbritannien. Am höchsten sei der Ausländeranteil beim Dialyse-Spezialisten Fresenius Medical Care mit 86 Prozent, gefolgt vom Software-Konzern SAP und dem Industriegase-Hersteller Linde mit jeweils 60 Prozent. In 23 Prozent der Dax-Vorstände seien aber noch gar keine Ausländer vertreten.

Vor allem die Bedeutung der Wachstumsregion Asien spiegele sich derzeit nur unzureichend in der personellen Besetzung der Dax-Vorstände wider, so die Untersuchung. Nur vier der Top-Manager hätten asiatische Wurzeln und kämen aus Indien – darunter der neue Co-Chef der Deutschen Bank, Anshu Jain. Damit aber werde der wirtschaftlichen Bedeutung Asiens – insbesondere Chinas – bislang noch nicht entsprechend Rechnung getragen.

Der Frauenanteil im Top-Management der Dax-Konzerne habe sich gegenüber dem vergangenen Jahr zwar verdoppelt, sei jedoch weiter auf niedrigem Niveau, heißt es in der Studie. Sechs Prozent der Posten in Dax-Vorständen würden mittlerweile von Frauen besetzt. Ein Drittel der Dax-Unternehmen habe mittlerweile mindestens eine Frau im Vorstand.

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