Beschäftigte fühlen sich vom Konzern hintergangen Dicke Luft bei Daimler in Bremen

Bremen. Dicke Luft bei Daimler. Am Freitag zogen rund 1500 Mitarbeiter des Mercedes-Werks Bremen über das Firmengelände, um für eine Beschäftigungssicherung zu demonstrieren. Die Aktion wurde von Vertrauensleuten der IG Metall und einem Teil der Belegschaft organisiert.
23.01.2010, 07:58
Lesedauer: 1 Min
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Von Günther Hörbst

Bremen. Dicke Luft bei Daimler. Am Freitag zogen rund 1500 Mitarbeiter des Mercedes-Werks Bremen über das Firmengelände, um für eine Beschäftigungssicherung zu demonstrieren. Die Aktion wurde von Vertrauensleuten der IG Metall und einem Teil der Belegschaft organisiert.

„Die Kollegen fühlen sich von der Konzernspitze hintergangen“, sagt Gerhard Kupfer, Vertrauensmann der IG Metall. „Der Vorstand hatte uns 2008 zugesagt, dass der neue SL auch in Bremen gebaut wird. Diese Zusage wurde gebrochen. Jetzt fordern wir eine Entschädigung dafür.“ Und die soll darin bestehen, dass die rund 12500 Mitarbeiter in Bremen wie ihre Kollegen im Hauptwerk in Sindelfingen eine Beschäftigungssicherung bis 2020 erhalten. „Wir wollen eine Garantie, dass es bis dahin keine betriebsbedingten Kündigungen gibt“, bekräftigt Kupfer.

Die Vertrauensleute hoffen nun, dass der Betriebsrat diese Forderung in der Einigungsstelle durchsetzen kann, die es ab 1. Februar geben wird. Eine Einigungsstelle tritt nach dem Betriebsverfassungsgesetz immer dann zusammen, wenn sich Arbeitgeber und Betriebsrat über eine bestimmte Frage zuvor nicht einigen konnten. In diesem Fall war das die Frage der Beschäftigungssicherung, nachdem die Neuordnung der Produktion bei Daimler den Abzug der Montage des Modells SL von Bremen nach Sindelfingen vorsieht.

Betriebsratschef Uwe Werner sagte, er werde mit der Forderung der Beschäftigungssicherung bis zum Jahr 2020 in das Einigungsstellen-Verfahren gehen. „Ich kann jedoch nicht sagen, wie die Chancen stehen, diese Forderung am Ende auch durchsetzen zu können.“

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