Zukunft der NordLB in Bremen

Die Kommunikation muss auch in der Krise stimmen

In einer Krisensituation muss die Kommunikation sitzen. Die Äußerungen der NordLB zum Standort in Bremen sind aber widersprüchlich und verunsichern die Mitarbeiter, kommentiert Lisa Boekhoff.
12.03.2020, 05:00
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Die Kommunikation muss auch in der Krise stimmen
Von Lisa Boekhoff
Die Kommunikation muss auch in der Krise stimmen

Ungewissheit für Hunderte Mitarbeiter: Was wird aus der NordLB in Bremen?

Christina Kuhaupt

Niemand trifft leichten Herzens die Entscheidung, Stellen im Unternehmen zu streichen. Die Frage ist aber, wie das passiert und wie es mitgeteilt wird. Für die Gewerkschaft ist ganz klar, dass in Bremen das Ende des Kapitels Landesbank besiegelt ist. Von der NordLB heißt es dagegen, dass es in Bremen noch ein „Beratungscenter“ geben soll. Im Schreiben des Vorstands an die Mitarbeiter ist wiederum von der Aufgabe des Standorts in der Hansestadt die Rede. Nur ein Versehen?

Sicher will die NordLB ihre Kunden in der Region halten. Sie kann kein Interesse an der Botschaft haben: Wir ziehen uns immer weiter zurück. Selbst wenn es stimmt, weil die angeschlagene Bank schrumpfen soll. Die Kommunikation muss aber auch in der Krise stimmen. Schließlich geht es vor allem um Hunderte Mitarbeiter, denen die Unsicherheit zu schaffen macht.

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Die Be­legschaft der NordLB in Bremen leidet ­derweil seit Jahren. Denn seit der Schieflage durch die Schiffskrise steht ihre berufliche Existenz auf dem Spiel. Die Übernahme durch die NordLB zog einen massiven Stellenabbau nach sich. Nun erreicht die Landesbank am Domshof erneut eine Hiobsbotschaft.

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