Breakbulk Europe in Bremen

Die Welt zu Gast bei Frachtfreunden

Zum ersten Mal ist die Fachmesse für Projektladung und Schwergut nach Bremen umgezogen. Viele Besucher sind von der Hansestadt angetan. Nur die Sache mit den Taxen müsse wesentlich besser laufen.
30.05.2018, 20:30
Lesedauer: 2 Min
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Die Welt zu Gast bei Frachtfreunden
Von Florian Schwiegershausen
Die Welt zu Gast bei Frachtfreunden

Am Stand von Bremenports auf der Breakbulk präsentieren sich gebündelt 30 Unternehmen aus Bremen und Bremerhaven.

Schwiegershausen

In den Bremer Messehallen sind an diesem Mittwoch viele Sprachen zu hören, von Schwedisch über Russisch, Englisch, Spanisch oder auch Niederländisch. Auf der Bürgerweide ist zum ersten Mal die Breakbulk Europe zu Gast, die größte Fachmesse für Projektladung und Schwergut. Deshalb sind mehr als 350 Aussteller und mehr als 7000 Fachbesucher zu Gast.

Es gibt derzeit wohl keinen anderen Ort, an dem der Besucher so schnell Hafenbekanntschaften machen kann – denn der Stand des Rotterdamer Hafens liegt in Laufweite von den Ständen der Häfen von Antwerpen, Bremen und Bremerhaven, Hamburg, den niedersächsischen und den holsteinischen Häfen und sogar von Hanko, dem südlichsten Hafen Finnlands.

Für viele Logistiker ist die Messe ein Muss. Und viele von ihnen sind von Bremen begeistert, wo die Messe zum ersten Mal stattfindet – nach vielen Jahren in Antwerpen. Eduard Dubbers-Albrecht, Geschäftsführer des Bremer Unternehmens Ipsen Logistics, ist zuvor häufig Besucher auf der Breakbulk in Antwerpen gewesen. Er sagt: „Vorteil von Bremen sind die viel kürzeren Wege. Von den Messehallen in Antwerpen brauchen sie schon ein Taxi.“

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Die Größe der Messe hier Bremen sei genau richtig, sagt Dubbers-Albrecht: "Das ist ja auch ein bisschen wie ein Klassentreffen. In der Branche kennen sich viele untereinander und sehen sich nun hier in Bremen wieder." Dass es viel zu bereden gibt, konnten die Bremer bereits am Dienstagabend auf dem Marktplatz feststellen.

Da waren auch noch um Mitternacht viele Besucher unterwegs. Einige von ihnen seien so spät dann doch auf ein Taxi angewiesen, worauf sie lange warten mussten. Ansonsten liefe alles prima, weshalb Dubbers-Albrecht eine Rückkehr der Breakbulk nach Antwerpen noch nicht sehe. Die Hallen, in denen sie bisher in Antwerpen stattfand, werden gerade renoviert.

So zeigen sich Reeder, Logistiker, Hafenbetreiber und Hafengesellschaften auf der Bürgerweide von ihrer schönsten Seite. Mittendrin in Halle 5 befindet sich der Stand von Bremenports, an dem sich auch 30 Unternehmen aus Bremen und Bremerhaven präsentieren. In der Nähe ist der Stand vom Port of Hamburg. Der Vorstand vom Hafen Hamburg Marketing, Axel Mattern, sagt: "Ich freue mich, dass die Messe nun in Deutschland ist. Und für uns aus Hamburg ist man in 50 Minuten mit dem Zug in Bremen." In Bremen sei auch Platz, wenn der Veranstalter 2019 womöglich eine weitere Halle für Aussteller hinzunehmen wolle.

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Und Port of Antwerp, Antwerpens Hafengesellschaft, ist ebenfalls zu Gast. Marketing-Koordinatorin Annick Dekeyser sagt diplomatisch: "Es war die Entscheidung vom Veranstalter, nach Bremen umzuziehen. In Antwerpen haben wir allein zwölf Häfen für Schwergut, da gab es dann auch immer Touren von den Messehallen zu den Häfen."

Die Hafengesellschaft hat als Werbeslogan "Antwerpen, Dein Schwergut-Heimathafen". Da es auch mehrere Anbieter am Hafen gibt, gibt es laut Dekeyser durch den Wettbewerb auch gute Preise, mit denen die Kunden zufrieden seien. Durch den Umzug nach Bremen sind diverse belgische Firmen statt mit einem eigenen Stand nun am Stand von Port of Antwerp vertreten. Umgekehrt präsentieren sich nun Bremer Unternehmen mit einem eigenen Stand.

Dazu gehört der Bremer Hafendienstleister J. Müller. Der ist bisher zufrieden und hat extra für die Breakbulk ein eigenes J. Müller-Bier aufgelegt. Doch das beliebteste Gratis-Geschenk war der Fächer von der HHLA, der Hamburger Hafen und Logistik AG, mit der Aufschrift: "Frischer Wind vom Hamburger Hafen". Angesichts der Hitze waren die bereits gegen 13 Uhr vergriffen.

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