Bremerhaven

Frosta steigert Jahresgewinn

Der Tiefkühlspezialist Frosta floriert und steigert seinen Jahresüberschuss um 8,3 Prozent. Besonders profitieren konnte der Hersteller von der Übernahme der italienischen Nestlé-Marke „La Valle degli Orti“.
22.03.2018, 21:21
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Frosta steigert Jahresgewinn
Von Jan-Felix Jasch
Frosta steigert Jahresgewinn

Die Fischstäbchen-Produktion des Tiefkühlkost-Herstellers Frosta in Bremerhaven. Der Tiefkühlspezialist profitiert von dem wachsendem Geschäft mit der Tiefkühlkost.

dpa

Das wachsende Geschäft mit Tiefkühlkost und eine erfolgreiche Eigenmarke lassen den Bremerhavener Hersteller Frosta florieren. Das Unternehmen erwirtschaftete 2017 einen Jahresüberschuss von 23,4 Millionen Euro. Damit konnte der Konzern das Vorjahresergebnis um 8,3 Prozent steigern. Das teilte Finanzvorstand Maik Busse auf der Bilanzpressekonferenz am Donnerstag mit.

Der Tiefkühlspezialist hat vergangenes Jahr besonders von der Übernahme der italienischen Nestlé-Marke „La Valle degli Orti“ profitiert. Frosta schaffte erstmals mehr als 500 Millionen Euro Jahresumsatz, die italienische Marke hat daran einen Anteil von 15 Millionen Euro. Die Steigerung bedeutet ein Plus von 7,5 Prozent. Auch der andauernde Trend zu tiefgefrorenen Fertiggerichten trage zu dem guten Ergebnis bei, sagte Busse. Frosta rechnet auch für 2018 mit guten Ergebnissen. Bereits in den ersten zwei Monaten des Jahres wuchs der Umsatz um 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

"Das Konzept der Marke Frosta scheint den Zeitgeist zu treffen"

„Die Verbraucher honorieren immer mehr, dass wir vollständig auf Zusatzstoffe verzichten und die Herkunftsländer der Zutaten direkt auf die Verpackung schreiben“, sagte Hinnerk Ehlers. Er ist im Vorstand der Frosta AG zuständig für den Vertrieb. Das sei auch ein Grund, warum die Eigenmarke Frosta in Deutschland einen Anstieg von 13 Prozent erreicht habe und damit schneller wachse als der Markt. "Das Konzept der Marke Frosta scheint den Zeitgeist zu treffen." Zum vierten Mal in Folge falle das Plus damit zweistellig aus.

Sogar um die Hälfte konnte der Konzern den Verkauf von Fischprodukten steigern. Ehlers appellierte an die Bundesregierung, das Lebensmittelrecht zu reformieren. Frosta unterstütze die Petition „Ehrlich isst besser – Initiative für ehrliche Zutatenlisten“, die eine vollständige und verständliche Deklaration aller Inhaltsstoffe von Lebensmitteln fordert. „Wir unterstützen diese Petition, weil das derzeitige Lebensmittelrecht verhindert, dass die Verbraucher qualitativ völlig unterschiedliche Produkte voneinander unterscheiden können“, sagte er.

Erhöhung der Dividende

Auch mit den Ergebnissen der übrigen Geschäftsfelder ist man bei Frosta zufrieden. So verzeichne der Foodservice-Bereich eine Umsatzsteigerung von knapp zwanzig Prozent. Außerdem sei es gelungen, die Marktstellung in Osteuropa weiter auszubauen. Aufgrund der guten Jahresergebnisse kündigte der Vorstand an, dass er auf der Jahreshauptversammlung im Juni vorschlagen wolle, die Dividende um zehn Cent pro Aktie auf 1,60 Euro zu erhöhen.

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