Streit über Stromnetz Gericht weist Gewoba-Klage ab

Das Bremer Wohnungsunternehmen darf nur eine sehr begrenzte Zahl von Wohnungen mit Strom aus eigenen Blockheizkraftwerken versorgen. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden.
13.11.2019, 17:50
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Gericht weist Gewoba-Klage ab
Von Stefan Lakeband

Der Bundesgerichtshof hat eine Klage der Gewoba gegen den Bremer Energieversorger SWB zurückgewiesen. Das teilte das Karlsruher Gericht den beiden Parteien bereits am Dienstag mit. Alle Fragen sind damit aber noch nicht beantwortet. Geklagt hatte eine Tochter des teilstädtischen Wohnungsbauunternehmens.

Es sollte geklärt werden, wie viele Wohnungen innerhalb eines Quartiers mit Strom versorgt werden dürfen, der aus Blockheizkraftwerken der Gewoba direkt aus der Nachbarschaft kommt. Rings um ihre Kleinkraftwerke verlegt die Gewoba die nötige Strominfrastruktur zu den Verbrauchern. Über Knotenpunkte bleibt diese an das öffentliche Netz angeschlossen.

Lesen Sie auch

Doch wie viel eigenerzeugten Strom darf so eine Anlage herstellen? Mehr als 100 Wohnungen dürften auf diese Weise nicht versorgen werden – das ist die Haltung von Wesernetz, einem Unternehmen aus der SWB-Gruppe, das in Bremen das öffentliche Stromnetz betreibt. Diese Zahl hatte die Gewoba im Vorfeld als „willkürlich“ und „technisch nicht begründbar“ kritisiert. Sie will deutlich mehr Wohnungen mit lokal erzeugter Energie versorgen.

Was nun weiter passiert, ist bislang unklar. Die SWB will die schriftliche Urteilsbegründung abwarten. Sie soll in einigen Wochen kommen. Ein Sprecher sagte aber schon jetzt: „Über Bremen hinaus hat der Beschluss eine branchenweite Bedeutung.“ Die Gewoba ließ eine Nachfrage am Mittwoch unbeantwortet.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+