Bremer Standort soll Ende 2020 schließen

Gespräche mit Bosch laut IG Metall abgebrochen

Keine Einigung: Die IG Metall und die Geschäftsführung des Autozulieferers Bosch am Standort in Bremen haben ihre Gespräche heute laut Gewerkschaft abgebrochen. Nun soll ein Warnstreik vorbereitet werden.
19.12.2019, 18:30
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Gespräche mit Bosch laut IG Metall abgebrochen
Von Lisa Boekhoff
Gespräche mit Bosch laut IG Metall abgebrochen

Bosch will seinen Standort in Bremen Ende des nächsten Jahres schließen. Die Gewerkschaft wehrt sich gegen diesen Zeitplan.

David-Wolfgang Ebener/dpa

Die Verhandlungen zwischen dem Autozulieferer Bosch in Bremen und der IG Metall Bremen sind an diesem Donnerstag laut Gewerkschaft beendet worden. In ihrer Mitteilung kündigte die IG Metall zugleich an, nun einen Warnstreik vorzubereiten. Geschäftsführer Gilles Dubois wollte am Donnerstag zu den Verhandlungen keine Stellungnahme abgeben.

Bosch hatte im Oktober bekanntgegeben, seine Produktion von Lenksäulen in Bremen einzustellen. Die Fertigung soll nach Ungarn verlagert werden – so früh wie möglich. „Unser Ziel ist Ende 2020“, sagte Dubois im Anschluss an eine Ausschusssitzung des Beirats Huchting Ende November. Das Werk in Bremen stünde schon lange unter erheblichem Druck, weil es nicht mehr wirtschaftlich produziere: „Der Standort ist seit mindestens sechs Jahren ohne Gewinn.“

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Geschäftsführung und Gewerkschaft nahmen die Verhandlungen auf. Während es im Gespräch Mitte Dezember noch Bewegung gegeben habe, sei Bosch nun nicht bereit, über eine Verlängerung der Laufzeit der Fertigung zu reden, sagte Stahmann am Donnerstag. „Die Haltung des Unternehmens ist inakzeptabel, darum bereiten wir jetzt einen Warnstreik vor!“ Stahmann zufolge gebe es noch genug Arbeit für die Belegschaft, um mindestens 240 Mitarbeiter bis zum Jahr 2023 zu beschäftigen. Das von Bosch geplante Aus des Standorts Ende 2020 sei eine „willkürliche Entscheidung des Konzerns“.

Die Verhandlungen sind am Donnerstag laut Gewerkschaft ohne Ergebnis und neuen Termin beendet worden. Schon in der Ausschusssitzung des Beirats kritisierte Volker Stahmann das Vorgehen des Unternehmens: „Das werden wir uns so nicht bieten lassen."

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