Stellenabbau bei InBev

Gewerkschaft kündigt Widerstand an

Bremen. Die vom Brauereikonzern InBev angekündigte Streichung von knapp 400 Arbeitsplätzen in Deutschland stößt auf Widerstand der Gewerkschaft. "Wir werden diese Pläne nicht hinnehmen", sagte Dieter Nickel.
08.01.2010, 11:30
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Gewerkschaft kündigt Widerstand an

InBev will 262 Stellen in Bremen streichen - die Gewerkschaft kündigt Widerstand an.

dpa

Bremen. Die vom Brauereikonzern InBev angekündigte Streichung von knapp 400 Arbeitsplätzen in Deutschland stößt auf Widerstand von Gewerkschaft und Betriebsrat. "Wir werden diese Pläne nicht hinnehmen", sagte der Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG), Region Bremen-Weser-Elbe, Dieter Nickel, am Freitag.

InBevDeutschland sei ein "hochprofitables Unternehmen" und habe auch in 2009 Gewinne im zweistelligen Millionenbereich gemacht. "Einzige Antriebsfeder für die Manager ist die weitere Steigerung des Profits und vor allem auch der eigenen Boni", kritisierte Nickel.

Für Günter Schäfer vom Betriebsrat der zum Konzern gehörenden Bremer Brauerei Beck & Co sind die Pläne "völlig unverständlich". "Wir haben so viel zu tun und sogar Urlaubssperre." Zugleich kritisierte Schäfer, dass die Geschäftsleitung "nicht richtig offiziell informiert" habe. "Es gibt nur eine Mitarbeiterinformation."

Gemeinsam mit der NGG und den Betriebsräten der betroffenen Standorte solle jetzt das weitere Vorgehen abgestimmt werden, sagte Schäfer. "Wir haben ein deutsches Problem, da muss das Verfahren geordnet und strukturiert werden." Die InBev-Geschäftsleitung sei von der Gewerkschaft am kommenden Dienstag zu einem Gespräch in die NGG-Hauptverwaltung in Hamburg eingeladen.

InBevhatte am Donnerstag die Streichung von 386 der rund 3000 Arbeitsplätze bis Ende 2010 angekündigt. Ziel sei es, durch eine Restrukturierung die Organisation schlanker zu machen, sagte ein Unternehmenssprecher. Damit solle bei anhaltend sinkendem Absatz langfristig die Wettbewerbsfähigkeit sichergestellt werden. Der Abbau trifft insbesondere Bremen mit der Hauptverwaltung, Beck's und dem Außendienst, wo zusammen 262 Stellen eingespart werden sollen. Bei der Gildebrauerei in Hannover sollen 41, bei Hasseröder in Wernigerode (Sachsen-Anhalt) 35 und am Münchner Standort 32 Arbeitsplätze gestrichen werden.

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