Luftverkehr Groningen nimmt Bremen Fluggäste weg

Bremen/Groningen. Der Flughafen im niederländischen Groningen hat eine steigende Zahl deutscher Fluggäste und macht mit einem wachsenden Angebot Bremen Konkurrenz.
04.05.2013, 09:32
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Groningen nimmt Bremen Fluggäste weg
Von André Fesser

Bremen/Groningen. Der Bremer Flughafen leidet unter der Konkurrenz in den Niederlanden. Während die Zahl der Fluggäste in Bremen im vergangenen Jahr um 4,4 Prozent auf 2,45 Millionen zurückging, konnte der Flughafen im niederländischen Groningen ein Plus von 40 Prozent auf nunmehr rund 209.000 Passagiere verzeichnen.

Als Grund führen Vertreter beider Standorte in erster Linie die in Deutschland seit 2011 erhobene Luftverkehrssteuer an. Die Niederländer registrieren vor allem eine wachsende Zahl deutscher Fluggäste. Neben der Steuer sei dies einer Sprecherin zufolge auch auf den Einstieg der Fluggesellschaft Ryanair zurückzuführen.

Außerdem wurde in dem nahe der deutschen Grenze gelegenen Groningen kürzlich eine verlängerte Start- und Landebahn eröffnet, die es dem Flughafen nun erlaubt, größere Maschinen aufzunehmen. Somit könne man dort auch Flüge zu weiter entfernten Zielen anbieten. Eine gezielt auf die Anwerbung deutscher Fluggäste ausgerichtete Kampagne gebe es seitens der Groninger aber nicht.

Nach Angaben von Bremens Flughafensprecher Florian Kruse ist die positive Entwicklung Groningens in Bremen deutlich zu spüren: „Wir sehen das an den Passagierzahlen.“ Wie groß der Schaden genau ist, konnte er auf Nachfrage nicht sagen. Es sei allerdings bereits seit einiger Zeit zu beobachten, dass sich die Fluggesellschaften bei der Erkundung des Marktes aufgrund der Steuer immer stärker in Richtung Niederlande orientierten.
Dies will Kruse keineswegs als rein bremisches Problem verstanden wissen. „Es geht nicht nur um Bremen – die Luftverkehrssteuer schadet allen deutschen Flughafenstandorten.“ Daher gehöre sie abgeschafft.

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