Hafenwirtschaft Bremen Häfen kommen schneller aus Krise als gedacht

Bremen. Die bremischen Häfen sind schneller als erwartet aus der Krise gekommen. Das sagte Wirtschafts- und Häfensenator Martin Günthner bei der Vorlage der Hafenbilanz. Der Gesamtumschlag ist um neun Prozent gegenüber den Vorjahr auf 68,7 Millionen Tonnen gestiegen.
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Von Annemarie Struß-von Poellnitz

Bremen. Die bremischen Häfen sind schneller als erwartet aus der Krise gekommen. Das sagte Wirtschafts- und Häfensenator Martin Günthner am Montag bei der Vorlage der Hafenbilanz im Bremer Rathaus. Der Gesamtumschlag stieg um neun Prozent gegenüber den Vorjahr auf 68,7 Millionen Tonnen.

In Bremerhaven wurden knapp 5 Millionen Standardcontainereinheiten (TEU) umgeschlagen, im Vergleich zu 4,5 Millionen TEU im Vorjahr. Dennoch hat die Krise dauerhafte Spuren hinterlassen. Das gilt vor allem für den Automobilgeschäft, neben dem Containerumschlag die wichtigste Einnahmequelle der Häfen. Zwar wurden auf dem Autoterminal in Bremerhaven mit insgesamt 1,58 Millionen Fahrzeugen 31,5 Prozent mehr bewegt als im Vorjahr.

85 Prozent dieser Fahrzeuge gehen aber in den Export, und daran verdient die bremische Umschlagsgesellschaft BLG kaum etwas. „Bremerhaven wird für Automobile ein reiner Exporthafen werden“, glaubt BLG-Chef Detthold Aden. Um die Arbeitsplätze in Bremerhaven trotzdem zu halten, engagiert sich die BLG verstärkt in der Offshore-Windindustrie.

Entscheiden für das weitere Wachstum der Windenergie in Bremerhaven sei allerdings der Bau eines Verladeterminals am Blexer Bogen, sagte Stefan Woltering, Chef der Hafengesellschaft Bremenports. Mit einer europaweiten Ausschreibung sollen im nächsten Jahr Investoren gesucht werden. Woltering kündigte für Februar eine Investorenkonferenz in Bremerhaven an. Gesucht werde ein Komplettinvestor, der Planung, Finanzierung und Betrieb aus einer Hand liefere.

Hans-Joachim Schnitger, Präsident der Bremischen Hafenvertretung, mahnte die bessere Erreichbarkeit der bremischen Häfen an. Dazu gehöre neben einer schnellen Lösung für das „Desaster A 281“ auch der Ausbau der Cherbourger Straße in Bremerhaven und die wasserseitige Erreichbarkeit durch die Vertiefung der Wesermündung. Senator Günthner forderte das Verkehrsministerium auf, das Planfeststellungsverfahren noch in diesem Jahr abzuschließen.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Dienstagausgabe des WESER-KURIER

 

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