Kommentar über den Stellenabbau bei Airbus

Harter Schritt

Allein in Bremen will Airbus 300 Stellen abbauen. Die massiven Probleme mit dem A400M belasten den Standort. Für die Mitarbeiter sollte die Vielfalt vor Ort aber Grund für Hoffnung sein, fordert Lisa Boekhoff.
21.02.2020, 06:00
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Harter Schritt
Von Lisa Boekhoff
Harter Schritt

Airbus sieht momentan kaum Chancen, den Militärtransporter A400M im Ausland zu verkaufen.

Julio Munoz /dpa

Oft dauert es, bis klar ist, wie sehr der Stellenabbau eines Konzerns einen einzelnen Standort trifft. Die Mitarbeiter von Airbus Defence and Space in Bremen haben nun zügig eine Antwort. Wobei keineswegs raus ist, was das Abbauziel für die beiden betroffenen Unternehmen hier bedeutet. Ein Einschnitt in der Rüstungs- und Raumfahrtsparte deutet sich schon seit längerer Zeit an. Er ist hart – auch und gerade für die Belegschaft in Bremen.

Der Pechvogel A400M bereitet hier weiter große Sorgen. Einst waren 1200 Mitarbeiter in der Hansestadt allein für den Militärtransporter im Einsatz. Doch die Produktion ist längst halbiert und die Belegschaft ist auf dem Weg dahin. Airbus sieht kaum Chancen, den A400M in nächster Zeit ins Ausland zu verkaufen.

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Für Bremen gibt es jedoch einen Lichtblick: Airbus ist hier breit aufgestellt. Der Arbeitgeber sollte sein Versprechen halten, betriebsbedingte Kündigungen so gut es geht zu vermeiden und für die Mitarbeiter nach Alternativen zu schauen. Warum nicht im Konzern selbst? Schließlich bleiben Flugzeugbau und Raumfahrt Zukunftsmärkte – allerdings herausfordernde auch angesichts neuer Konkurrenz.

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